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FDP zu Dhünnweg in Schlebusch: „Die letzte innerdeutsche Grenze“

Ärger um Fußweg in Schlebusch : FDP zu Dhünnweg: „Die letzte innerdeutsche Grenze“

Die unendliche Geschichte geht weiter. Sie heißt: „Schlebuscher Dhünnweg“. Die FDP will den wegen Gefahr für Passanten (Totholz, Astbruch etc.) gesperrten Weg dringend öffnen lassen. Dafür warb Ratsfrau Monika Ballin-Meyer-Ahrens intensiv in politischen Gremien.

Jetzt legt die FDP nach. Bezirkspolitiker Benedict Vennemann sagt: „Wie im Kalten Krieg wird an der Demarkationslinie aufgerüstet; die wehrhafte Verwaltung hat bislang noch jedes Loch im Eisernen Vorhang schnell wieder verschlossen und umgehend weiter aufgerüstet. Die Sperranlagen werden immer massiver; mittlerweile versperren sogar Findlinge Bürgern den Weg, die es wagen, die Sperranlagen zu umgehen. Reden wir von Panmunjom oder von der Trump-Mauer an der Grenze zu Mexiko? Nein, es geht um die letzte innerdeutsche Grenze: der Dhünndeich in Schlebusch!“

Locker notiert, allerdings gibt es einen ernsten Hintergrund: Laut Stadt müssen weitere Pappeln gefällt werden, weil sie morsch sind. Nach Beschwerden von Baumschützern wurden die Fällungen im Frühling ausgesetzt. Aus Schutzgründen lässt die Stadt den Weg  nun gesperrt. Die Bezirksvertretung III hatte Anfang Juni beschlossen, „,unverzüglich’ die erforderlichen Kronen- und Pflegeschnitte an den Alleebäumen durchzuführen und sodann den Weg ,unverzüglich’ wieder freizugeben“, erinnert Vennemann. „Der Verzug beträgt mittlerweile zwei Monate und eine vor Wochen gestellte Anfrage zu diesem Thema wurde bis heute nicht beantwortet. Das Verhalten der Verwaltung ist an Zynismus nicht zu überbieten“. Er erinnert: „Im Januar wurden ohne Beschluss und ohne Genehmigung... schon mal die ersten Pappeln gefällt. Mit Beschluss der Bezirksvertretung werden die – harmlosen – Pflegeschnitte jetzt aber auf die lange Bank geschoben, da angeblich keine Genehmigung vorliege. Wurde diese Genehmigung denn überhaupt schon beantragt?“

Sein Appell: „Liebe Verwaltung, Ihr werdet von den Bürgern bezahlt, also bitte etwas mehr Respekt. Zweitens handelt Ihr im Auftrag der gewählten Bezirksvertreter – also bitte setzt die Beschlüsse Eurer Auftraggeber doch einfach mal um.“

(LH)