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Leverkusen: Falsche Internet-Kommentare: Ethik-Rat rügt Bayer

Leverkusen : Falsche Internet-Kommentare: Ethik-Rat rügt Bayer

Der österreichische Ethik-Rat für Public Relations hat Bayer eine Rüge erteilt. Grund war die Zusammenarbeit von Bayer Austria, eine Tochtergesellschaft des Konzerns, mit der Wiener PR-Agentur "mhoch3". In deren Auftrag sollen in Online-Medien und -Foren falsche Kommentare veröffentlicht worden sein, "mit dem Ziel, die laufende Diskussion über beziehungsweise das Image von Unternehmen oder Themen im Sinne der mhoch3-Kunden zu beeinflussen. Dabei fehlte jegliche Auftraggeber- und Absendertransparenz. Die mhoch3-Poster verwendeten jeweils unzählige falsche Identitäten", erläuterte der Ethik-Rat die Masche der Täuschung beziehungsweise Schleichwerbung.

Mit Blick auf Bayer sei "die jahrelange und weitreichende Zusammenarbeit mit mhoch3 in sensiblen Themenbereichen wie der Debatte über die umstrittene Hormonspirale Mirena scharf zu kritisieren". Bayer habe aber sein Fehlverhalten eingestanden, den Vorfall bedauert, gegenüber dem PR-Ethik-Rat sehr offen kommuniziert und "klare Konsequenzen" habe.

Neben Bayer erhielten weitere Unternehmen eine Rüge wegen ihrer Zusammenarbeit mit der Wiener Agentur, unter anderem waren dies Bank Austria, ÖVP Wien, Postbus, Universal Music Austria oder TUI Österreich. Während Bayer gestern auf Anfrage keine Stellungnahme abgab, teilte die Coordination gegen Bayer-Gefahren mit, dass ihre in diesem Zusammenhang erstattete Strafanzeige gegen Bayer eingestellt worden sei.

(rz)