Fabian Dettbarn ist neuer Chef im Zustellstützpunkt Leverkusen der Post

Post : Zustellstützpunkt hat neuen Chef

Fabian Dettbarn und seine 300 Mitarbeiter stellen pro Woche 480.000 Briefe und 3500 Pakete in Leverkusen zu.

Für einen Tag will er in Leverkusen als Zusteller unterwegs sein und die Routen durch die Stadt selber kennenlernen. Ansonsten ist sein täglicher Arbeitsplatz im Zustellstützpunkt der Deutschen Post in der Heinrich-von-Stephan-Straße 8. Dort ist Fabian Dettbarn (29) seit Mai der neue Chef von rund 300 Mitarbeitern. Mit seinem Amtsantritt wurde zugleich ein Generationenwechsel eingeläutet, denn bislang kam es im Unternehmen eher selten vor, dass Führungskräfte schon in jungen Jahren Verantwortung übernehmen.

Dass er sich nach dem Abitur 2009 ausgerechnet für ein duales Studium Fachrichtung BWL-Industrie bei der ehemaligen Bundesbehörde beworben habe, hängt damit zusammen, dass ihm der Gedanke, in der Logistikbranche tätig zu sein, schon früher gut gefallen habe, erläuterte der gebürtige Wuppertaler.

Nach dem Studium war er als Personaldisponent im Paketzentrum Hagen tätig. Und Leverkusen soll definitiv nicht seine letzte Station sein. „Mein großes Ziel war immer schon eine Führungsposition“, erzählte Dettbarn bei seiner Vorstellung. Am Wochenende wohnt er in Kamen, wochentags in Leverkusen. Verläuft alles nach Plan, will er in einigen Jahren bereits Abteilungsleiter sein.

„Obwohl Briefzustellungen seit Jahren abnehmen – bundesweit werden täglich 57 Millionen Briefe transportiert, vor zehn Jahren waren es noch 70 Millionen – werden Briefe auch in Zukunft eine große Bedeutung haben“, unterstrich Post-Pressesprecher Dieter Pietruck die Bedeutung der Aufgabe. Alleine in Leverkusen würden wöchentlich rund 480.000 Briefe und 3500 Pakete zu Fuß, per Fahrrad oder Pkw zugestellt. In den angeschlossenen Stützpunkten Bergisch Gladbach, Burscheid und Odenthal kämen 540.000 Briefe und 8000 Pakete zusammen. Deutschlandweit stelle die Post an sechs Tagen jeweils 57 Millionen Briefe zu.

Dettbarn sieht sein Amt in erster Linie als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Zustellern. Aktuell beschäftigt er sich unter anderem mit dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft, an dem sich das Paketaufkommen drastisch erhöhen wird. Zum Vergleich: normalerweise werden in Deutschland täglich rund fünf Millionen Pakete zugestellt. Drei Wochen vor dem Fest sind es rund elf Millionen.

Ob man die Sechs-Tage-Woche beibehalte, werde natürlich nicht in Leverkusen und auch nicht in Düsseldorf entschieden, sondern in der Politik. Tatsächlich beschränke sich die Briefzustellung an Montagen auf zwei Prozent des gesamten Wochenaufkommens. Das hänge damit zusammen, dass 85 Prozent gewerbliche Kunden ihre Briefe mit der Post versenden würden. Für den Paketbereich gelte das allerdings nicht, insofern könne man es sich nicht leisten, montags nicht zu liefern.