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explosion im Chempark: NRW-Ministerin am Unglücksort

Nach Explosion im Chempark-Entsorgungszentrum : NRW-Ministerin am Unglücksort – Ruß auch am Kettnersbusch

Weiterhin werden zwei Mitarbeiter aus dem Entsorgungszentrum Bürrig vermisst. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser gedenkt vor Ort der fünf Verstorbenen. Ministerium ruft Task Force zur Aufklärung des Unglücks ins Leben. Verhaltenshinweise für Bürger bleiben bestehen. .

Noch ist die Frage offen, ob durch die Explosion am Dienstag „möglicherweise gesundheitsgefährdende Stoffe aus dem Tank freigesetzt wurden und sich in der Umgebung der Unglücksstelle verteilt haben.  Deshalb werden sowohl vom Lanuv als auch von der Currenta weitere Untersuchungen durchgeführt, die auch Proben aus der Umgebung einschließen werden“, meldet die Bezirksregierung Köln nun.

Sie klärt auch auf, welche Abfälle in den Tanks gelagert waren. „Flüssige Reststoffe aus der Produktion von Chemikalien für die Landwirtschaft, deren Hauptbestandstandteil phosphor- und schwefelhaltige Chemikalien sind“.  Heißt für Bürger: Bis weitere Ergebnisse vorliegen, bleiben die Empfehlungen bestehen: Obst und Gemüse aus verunreinigten Gärten nicht verzehre, verunreinigte Flächen nicht anfassen oder selber reinigen.

In der vergangenen Woche war NRW-Umweltministerin Ministerin Ursula Heinen-Esser gleich mehrfach in Leverkusen. Mitte der Woche informierte sie sich im Natrugut zu den Hochwasserschäden, am Samstag besuchte sie den Unglücksort im Entsorgungszentrum Bürrig: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer. Die Ursachen müssen aufgeklärt werden, damit sich ein derartig schlimmes Unglück nicht wiederholt.“ Sie und Staatssekretär  Heinrich Bottermann haben im Namen der Landesregierung der fünf verstorbenen Opfer gedacht.

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Zwei Menschen werden noch vermisst. Heinen-Esser und Bottermann sprachen sich für ein enge und transparente Zusammenarbeit,  für eine vollständige Aufklärung und Aufarbeitung des Vorfalls und seiner Folgen aus. Für die Analytik der Brandrückstände wurde eine Task Force vereinbart, heißt es aus dem Ministerium.

Derweil häufen sich die Funde von Rußpartikeln. Auch in der Kleingartenanlage Am Kettnersbusch sind Rußflocken gefunden worden. Die Anlage ist vorerst geschlossen, besagt ein Aushang.