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Leverkusen: Experimente wecken Neugier

Leverkusen : Experimente wecken Neugier

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will den Entdeckergeist bei Kita-Kindern fördern. Heute erhält der Kindergarten in Wiesdorf als erste Leverkusener Einrichtung die Auszeichnung "Haus der Forscher".

Wieso geht die Kerze aus? Warum steigt das Wasser von alleine, und wie entsteht eigentlich ein Regenbogen? Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen die Welt erforschen, um sie besser zu verstehen. Deshalb löchern sie Eltern und Erzieher mit Fragen.

Um die Fragen beantworten zu können, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" ins Leben gerufen. Kindertagesstätten (Kitas), die sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben, erhalten Materialien und Fortbildungen der Erzieherinnen, um Experimente mit den Kindern durchzuführen. Heute wird die erste Leverkusener Kita ausgezeichnet. Am 20. September erhalten drei weitere Einrichtungen eine Plakette. Um diese zu erhalten, müssen regelmäßig Experimente durchgeführt und protokolliert werden.

Wichtig beim Experimentieren ist, "dass die Kinder selber versuchen, eine Lösung zu finden", erläutert Erzieherin Daniela Wedemeyer von der Kita am Kurtekottenweg. "Deshalb haben wir ein offenes Regal, auf dem die Utensilien stehen", erzählt Daniela Wedemeyer. "Die Kinder dürfen – wenn sie vorher fragen – jederzeit auch selbst experimentieren. Das ist wichtig, um ihren Entdeckergeist zu fördern, ihre Neugierde zu wecken, aber auch um Mut zu schüren." Und wenn die Kinder selber Ideen und Fragen haben, "probieren wir es einfach aus", ergänzt Ilka Fleischhauer, Erzieherin im evangelischen Kindergarten Wiesdorf.

  • Plakette : "Kleine Forscher" in Lanxess-Kita
  • Schwalmtal : Lüttelforster Kinder forschen mit Erde, Feuer, Wasser und Luft
  • Schermbeck : Kita erneut "Haus der kleinen Forscher"

Zwei Experimente pro Woche

Mit den Betreuern gemeinsam werden zweimal pro Woche Experimente angeboten. Diesmal schauen Kilian, Jana-Marie, Ilias, Lucia und Tobias gebannt zu, wie das Wasser wie von Geisterhand in einer Flasche steigt. Es wird ein Teelicht angezündet, das in einem Teller voll Wasser schwimmt, und eine Flasche darübergestülpt. Die Fünfjährigen beobachten, wie zunächst Luftblasen austreten, die Kerze erlischt und der Wasserpegel in dem Behälter ansteigt. Die Kinder rätseln, warum das so ist: "Wegen der Kerze", sagt Ilias. Lucia ist sich sicher, dass unter dem Glaszylinder eine kleine Ritze ist, durch die das Wasser in den Behälter läuft.

Während die Kinder in der Kita im Kurtekottenweg weiter rätseln, ist das Thema der Woche im evangelischen Kindergarten "Energie". Mithilfe von zwei Drähten und einer Batterie bringen Mercy, Malte, Joel, Muhammed-Emin, Sebastian und Tama eine kleine Glühbirne zum Leuchten. Drache Fridolin überwacht das Experiment. Zuvor haben die Kinder bereits einen Flaschentaucher gebastelt, der durch Druck in einer vollen Plastik-Wasserflasche ab- und auftaucht.

Die Teebeutelrakete

"Nachdem wir experimentiert haben, dürfen die Kinder ihre Experimente behalten", sagt Fleischhauer. Tamas Lieblingsexperiment ist die Teebeutel-Rakete, bei der ein Teebeutel angezündet wird und vom Teller abhebt. Am Kurtekottenweg wird dagegen am liebsten eine "Giftmischung" kreiert. "Wir färben Wasser mit verschiedenen Farben Krepppapier", verrät Lucia.

(RP)