Leverkusen: Ex-Stadtsprecher Schmidt testet Berliner Flughafen

Leverkusen : Ex-Stadtsprecher Schmidt testet Berliner Flughafen

Die Verantwortlichen für den neuen Hauptstadt-Flughafen Berlin-Schönefeld stehen wegen des verschobenen Eröffnungstermins weiter in der Kritik. Dass es Anfang 2013 mit dem Betrieb tatsächlich losgeht, dies bezweifeln Politiker wie Fachleute.

Dass der Start für das Milliardenprojekt ohnehin schwierig wird, ahnte Klaus Schmidt schon Anfang des Jahres. Der ehemalige Leverkusener Stadtsprecher hat im März mit vielen anderen Freiwilligen den Flughafenbetrieb unter "echten" Bedingungen getestet. "Wir haben uns dabei schon gewundert, wie unsortiert es in den Flughafengebäuden aussah", berichtete Schmidt jetzt unserer Redaktion. Seit seinem Ruhestandsbeginn reist er sehr viel. Dazu gehören zahlreiche Flüge. Schmidt kann als Passagier-Experte gelten.

Einen Tag lang mimten der Leverkusener und drei Freunde abfliegende und ankommende Passagiere. Die Tests fanden allerdings mit leeren Koffern statt. Auch das wunderte die Leverkusener Passagier-Schauspieler.

Sie durchliefen den ganzen normalen Check-In. Bordkarte holen, Koffer aufgeben und dann zum Flugsteig.

Bei der Sicherheitskontrolle machte Schmidt der Bundespolizei gleich einen Verbesserungsvorschlag: Der Weg für das Handgepäck durch die Durchleuchtungsgeräte scheint ihm zu lang. "Ich konnte meine persönlichen Sachen wie die Geldbörse nicht im Auge behalten", kritisierte er. Das gehe gar nicht.

Wieviel der Hauptstadtflughafen letztlich kostet, ist offen. Laut Nachrichtenagentur dpa sprechen die Flughafenbetreiber derzeit von einem Zusatzbedarf von 1,2 Milliarden Euro bei Gesamtkosten von zurzeit 4,3 Milliarden Euro. Der Flughafen gehört zu je 37 Prozent Berlin und Brandenburg, zu 26 Prozent dem Bund.

(RP/rl)
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