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Europaring – Brückenabriss rückt näher

Baustelle in Wiesdorf : Europaring – Brückenabriss rückt näher

Die Arbeiten für Verkehrsverschwenkung der Dhünnbrücke sind angelaufen. Die Ostseite des maroden Bauwerks wird wohl ab Mitte Juli abgerissen. Dessen Neubau soll Mitte 2021 fertig sein, das Gesamtprojekt Ende 2022.

Im Westen viel Neues: Seit Mitte der Woche sind die für Autofahrer spürbaren Vorbereitungen am Europaring für den Abbruch  der in die Jahre gekommenen Dhünnbrücke im Gange. „Derzeit laufen die Bauarbeiten für die Verschwenkung des Verkehrs“, sagt Klaus Timpert von den Technischen Betrieben der Stadt (TBL). Denn: In drei bis vier Wochen, der genaue Termin steht noch nicht fest, wird die Ostseite der baulich zweigeteilten Brücke abgerissen. Der Verkehr läuft über die Westseite (Forum-/Hotelseite).

Dafür muss laut Timpert unter anderem der Mittelstreifen befestigt werden. In den vergangenen Monaten haben die TBL die Westhälfte der Brücke verstärkt, damit sie der Belastung standhält. Zwei Wochen dauern die Bauarbeiten für die Verschwenkung. Für diesen Zeitraum ist der Bereich der Stadtautobahn eingeschränkt befahrbar. In Fahrtrichtung Wiesdorf steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. In Richtung Opladen beide Fahrstreifen.

Vorgeschichte: Der Rat im vergangenen Jahr dem Neubau der Brücke in zwei Teilen zugestimmt. Vorarbeiten hatten im Sommer 2019 begonnen, Ende dieses Jahres sollte  die erste neue Brückenhälfte fertig sein.  Dann hatten sich Verzögerungen ergeben „durch einen erhöhten Zeitbedarf für die Planung des Brückenbauwerkes und die vorbereitenden Arbeiten für die temporäre Unterstützung“, hieß es. Die Brücke aus Mitte der 1960er Jahre hat Risse. Der Schaden ist so groß, dass sich eine Instandsetzung nicht mehr lohnt.

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Bis jetzt wurde aus Sicherheitsgründen alle vier Wochen die Brücke „mit der Hand am Beton“ unterhalb des Bauwerks von den Fachleuten überprüft. Normalerweise gebe es bei Brückenbauwerken alle drei Jahre eine Haupt- oder eine einfache Prüfung, hatten die TBL schon im vergangenen Jahr berichtet.

Weil die Westseite nun für den Verkehr verstärkt wurde, sei diese extrem engmaschige Kontrolle nicht mehr notwendig, sagt Klaus Timpert.

Notwendig war für das Projekt – die Gesamtkosten liegen nach einer Verteuerung, die die Stadt 2019 bekannt gab, bei knapp unter zehn Millionen Euro – eine exakte Absprache mit dem städtischen Fachbereich Verkehr, mit der Polizei, der Feuerwehr und auch der Autobahnbehörde Straßen NRW. Die Arbeiten sollen weitgehend unter Verkehr  stattfinden, Spuren erhalten blieben. „Wenn es sich auf der A 3 staut, weil es dort beispielsweise einen Unfall gibt, fahren viele gerne in Mülheim oder an der Ausfahrt Leverkusen-Zentrum von der Autobahn ab, und durch Wiesdorf nach Opladen, um da wieder aufzufahren“, sagt Timpert. Schon aus dem Grunde sollen aus Süden zwei Spuren erhalten bleiben. Aus Richtung Opladen  wird es eine Spur geben. Für den Fall der Fälle gebe es von dieser Seite aus genügend Rückstauraum. Falls es doch zu Sperrungen des Europarings in dem Bereich kommen sollte, sind großräumige Umleitungen zumindest auf Papier schon einmal vorbereitet, hatte die Stadt bereits bekannt gegeben.

Klappt nun alles, soll Mitte 2021 die erste Brückenhälfte fertig sein, das Gesamtprojekt Ende 2022.