Erzbistum Köln

Kirchenfinanzen : Erzbistum Köln macht 29,1 Mio. Euro Gewinn  

(bu)  Das Erzbistum Köln hat 2017 einen Jahresüberschuss von  29,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Aufwendungen in Höhe von 853 Millionen Euro stehen Erträge in Höhe von 860 Millionen Euro gegenüber.

Hinzu kommen Einnahmen aus Wertpapieren.

Das ergibt sich aus dem aktuellen Finanzbericht.  Mit 656 Millionen Euro bilden die Erträge aus der Kirchensteuer die größte Einnahmequelle, die aufgrund der guten Konjunkturlage einen Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. 122 Millionen Euro stammen aus Zuschüssen der öffentlichen Hand, insbesondere für den Betrieb der erzbischöflichen Schulen. Den Überschuss will das Erzbistum „im Wesentlichen zur Stärkung der Rücklagen für die Altersversorgung und für den Erhalt von Gebäuden“ verwenden, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro.

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Den größten Aufwandsposten bilden die Zuschüsse an die Kirchengemeinden, Verbände und andere kirchliche Einrichtungen in Höhe von rund 370 Millionen Euro. Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent gestiegen und lagen bei rund 331 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist gestiegen, insbesondere durch die Einstellung von Verwaltungsleitungen, um 44 auf 4.459 an. Neben den weiter steigenden Personalaufwendungen erwartet das Erzbistum in Zukunft auch steigende Kosten für den Erhalt von Gebäuden.

„An jedem Tag gibt das Erzbistum Köln mehr als zwei Millionen Euro für die kirchliche Arbeit und die Erfüllung seiner Aufgaben aus“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Finanzbericht zeige, wie das Geld der Kirchensteuerzahler eingesetzt werde. Fast die Hälfte der Beiträge fließt in die regionale und zielgruppenbezogene Seelsorge. Rund 17 Prozent gehen als Zuschüsse an die Caritas sowie in Mission und Entwicklungshilfe. Zwölf Prozent der Kirchensteuererträge werden für Bildung verwendet, neun Prozent zur Finanzierung der Kindertagesstätten. 13 Prozent werden zur Finanzierung der Altersversorgung und knapp vier Prozent für die erzbischöflichen Einrichtungen und die Verwaltung benötigt.

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