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Erstkommunion bis Mai in Leverkusen ausgesetzt

Corona: Auch Firmungen und Taufen betroffen : Erstkommunion bis Mai ausgesetzt

Firmungen, Taufen, Hochzeiten finden ebenso derzeit nicht statt. Beerdigungen beginnen vor den Friedhofskapellen.

Das Restaurant ist gebucht, das weiße Kleid oder der schicke Anzug passen, die Kommunionkerze liegt bereit, die entsprechende Aufregung ist da.  Nur: Die  Erstkommunion, die typischerweise am so genannten Weißen Sonntag, dem ersten Sonntag nach Ostern, stattfindet,  – das wäre in diesem Jahr der 19. April – ist erstmal ausgesetzt.  Den Kommunionkindern und ihren Familien werde gerade Bescheid gesagt, „da sind ja schon Lokale gebucht worden. Die Leute müssen sich auch darauf einstellen können“, sagt Stadtdechant Heinz-Peter Teller. Bis zum 1. Mai hat er neben der Ersten Heiligen Kommunion auch Firmungen und Taufen bis zu diesem Datum ausgesetzt. Dass Teller dies schweren Herzens tut, ist seiner Stimme anzumerken.

Kirchliche Trauungen stünden derzeit nicht an, im April gebe es eine Trauung, „richtig los geht es erst im Mai“. Auch diese Paare will Teller vorab informieren. Vorerst sind auch die kirchlichen Trauungen ausgesetzt, „weil dabei meist mehr Gäste eingeladen werden als bei einer standesamtlichen“

Aus dem Erzbistum  Köln hatte Heinz-Peter Teller bis Dienstagnachmittag noch keine genauen Informationen erhalten, wie aktuell mit Beerdigungen zu verfahren sei. Deshalb habe er als Stadtdechant für Leverkusen erstmal verfügt, dass diese nicht mehr in den Friedhofskapellen  beginnen. „Die sind oft nicht nicht sehr groß. Und ich will und kann nicht bestimmen, wer nun zum engen Familienkreis gehört und wer nicht“, betont der Pfarrer.  Die Stadt hatte in einer Allgemeinverfügung geschrieben, dass Beerdigungen nur im engsten Familienkreis stattfinden dürfen. Teller will Beerdigungen nun entweder vor der jeweiligen Kapelle oder direkt am Grab beginnen lassen, „wo genug Platz ist, dass die Leute weit genug auseinanderstehen“. Diese Entscheidung sei allerdings dem Moment geschuldet. „Es kann sich theoretisch stündlich etwas ändern“, bemerkt Heinz-Peter Teller.

Was die Trauung im Standesamt betrifft, bestehe derzeit „keine Veranlassung“, diese abzusagen, heißt es von der Stadt. Wie eine Sprecherin auf Anfrage bestätigte, haben Standesamt-Mitarbeiter Kontakt zu den Paaren aufgenommen, die im Zeitraum bis zum 19. April heiraten möchten, um das Prozedere, aber möglicherweise auch Verlegungen zu besprechen.

Wer an seinem Termin festhält, darf allerdings keine Angehörigen oder Trauzeugen dabei haben. Die Eheschließung erfolgt ausschließlich im Beisein des Standesbeamten, der aus Vorsicht auf das Händeschütteln verzichtet.

Für diejenigen, die vorhaben, ein Aufgebot zu bestellen gilt: Anmeldungen werden momentan weitestgehend ausgesetzt. Ausnahme: eine Nottrauung. In diesem Fall sollen sich Bürger telefonisch melden unter 0214 406-3370 oder 406-3371.

Sollte sich die Corona-Pandemie drastisch verschärfen und Eheschließungen nicht mehr durchgeführt werden können, informiert die Stadt die Paare persönlich.