Leverkusen: Erste Angebote im Opladener Laden

Leverkusen: Erste Angebote im Opladener Laden

Anwohner nutzen die neue Anlaufstelle rege. Der Kinderschutzbund bietet nun auch Programm.

Für Christine Rieger war der Opladener Laden ein Herzensprojekt. Denn die 57-Jährige kommt selbst aus dem Leverkusener Stadtteil, in dem sie nun arbeitet, in dem sie Anwohner informiert und berät.

Rieger und ihre Kollegin Agnieszka Korcz sind die Ansprechpartnerinnen im Opladener Laden, den es seit Anfang Dezember an der Bahnhofsstraße 21 gibt. Die beiden Mitarbeiterinnen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) wollen zwischen den Bürgern und den Anbietern sozialer Dienste vermitteln.

So seien in den vergangenen Wochen bereits einige Opladener in das Ladenlokal gekommen. Entweder, um die neue Anlaufstelle kennenzulernen, oder, um Hilfe zu bekommen. Der Vermieter bringt keine Rauchmelder an, die Suche nach einem Kita-Platz ist vergeblich oder der Brief vom Amt zu kompliziert - die Anfragen seien ganz unterschiedlich.

Rieger und Korcz versuchen dann, direkt zu helfen oder den richtigen Ansprechpartner für das Problem zu finden. "Wir wollen Hochschwelliges niedrig machen", sagt Korcz. Sie bemühen sich, dass die Menschen keine Hemmungen haben, in den Laden zu kommen, wie es möglicherweise beim Sozial- oder Jugendamt der Fall wäre.

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Mittlerweile arbeitet der Opladener Laden mit Einrichtungen wie Pro Familia, dem Quartierszentrum, dem Sozialdienst Katholischer Frauen oder dem Gemeinnützigen Bauverein Opladen zusammen. "Wir wollen klar machen: Wir sind keine Konkurrenz zu diesen Trägern", sagt Rieger. "Stattdessen wollen wir die Anfragen der Anwohner als zentrale Anlaufstelle bündeln und koordinieren."

Im Dezember sei der Betrieb in dem neuen Laden noch unstet gewesen, die Angebote einer Hebamme aber bereits gut besucht. Im Januar kommen weitere Angebote hinzu. Ab heute startet das Programm des Kinderschutzbunds in dem Ladenlokal. Jeden Mittwoch von 10.30 bis 12 Uhr wird es einen Babytreff geben für Eltern mit Kindern im Alter bis zu einem Jahr. Freitags von 9 bis 10.30 Uhr beraten Mitarbeiter des Kinderschutzbundes zum Thema "Vater-Mutter-Eltern sein". Frischgebackene und werdende Eltern können sich mit allen Fragen und Problemen an das Team wenden. Die Angebote sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Opladener Laden ist Projekt Nummer 21 des Stadtteilentwicklungskonzeptes. Als Träger für die Beratungstätigkeit wurde die Arbeiterwohlfahrt (Awo) nach einer europaweiten Ausschreibung beauftragt. Land und Bund unterstützen das auf fünf Jahre angelegte Projekt mit 500.000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung.

Öffnungszeiten: Mo. 10 bis 14 Uhr, Di. bis Do. 10 bis 12 Uhr und 13 bis 15.30 Uhr, Fr. 10 bis 13 Uhr. Tel. 02171 7999 894.

(veke)
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