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Erlebnismuseumstag im Naturgut in Leverkusen

Erlebnismuseumstag im Naturgut in Leverkusen : Wie Lego-Autos das Fahren lernen

Im Naturgut Ophoven konnten Kinder jetzt testen, wie Solarzellen funktionieren. Trotz Wasserschäden machte das Naturgut am Museumstag des Landes mit.

(brü) Gespannt schaute Mika auf das Auto aus roten Lego-Steinen, das er eigens aufgebaut hatte. Mit einer großen Taschenlampe leuchtete Fabian Beier vom Naturgut Ophoven auf die mit dem Wagen verbundenen Solarzellen. Und tatsächlich: Die Räder drehten sich, das Auto fuhr – sehr zur Begeisterung des fünfjährigen Mika. Er und viele andere Kinder hatten am Erlebnismuseumstag am Sonntag auf dem Gelände des Naturguts eine Menge zu entdecken.

Die Museen an Rhein und Ruhr feierten gemeinsam jenen Tag mit einem breiten Angebot. Im Falle der Opladener Einrichtung fiel dieses zwar optisch durch die andauernden Bauarbeiten nach den Wasserschäden etwas kleiner aus. Es steckte aber nicht minder viel Herzblut darin. So konnten die Kinder ein Puzzle mit riesigen Teilen auf Zeit lösen, eine Geo-Entdeckungstour mittels GPS-Gerät über das Gelände machen und selbstgebaute Autos dank des Sonnenlichts über den Boden sausen lassen.

„Dadurch, dass wir mit dem Hochwasser große Probleme haben und das Museum nicht betretbar ist, haben wir heute einen kleinem Rahmen“, erläuterte Referentin Julia Volkmer. Der Innenhof des Gebäudekomplexes ist weiterhin für die Öffentlichkeit gesperrt. Zudem laufen noch immer die Bautrockner, die die Innenräume von jeglicher Feuchtigkeit befreien sollen. Klar ist auch noch nicht, wann die Stromversorgung wieder intakt ist, sodass die Verantwortlichen keine Prognose abgeben können, ab wann das Obergeschoss wiedereröffnet werden kann.

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Der Stimmung der Kinder tat das im Schatten der Wasserburg natürlich keinen Abbruch. Sie waren vollends damit beschäftigt, die drei Stationen erfolgreich zu absolvieren und die jeweiligen Stempel auf ihren Karten zu erhalten. Denn wer alle drei gesammelt hatte, der bekam eine Kleinigkeit, die passend zum Naturgut aus Bioprodukten wie Tees bestand.

Mika war derweil noch immer begeistert von der Schnelligkeit seines Autos aus roten Lego-Steinen. „Es hat funktioniert“, rief er, „das ist gerade richtig schnell gefahren.“ So interessant die drehenden Reifen, so innovativ war auch das Design seines Gefährtes. Die unterschiedlich großen Reifen und den asymmetrischen Aufbau sollten sich Auto-Ingenieure ganz genau ansehen. Vielleicht können sie noch etwas lernen.

„Es geht erstmal darum, ein fahrtüchtiges Auto zu bauen, was gar nicht mal so einfach ist. Es ist schon viel Variation dabei“, erzählte Fabian Beier. Zwei Räder, drei Räder, fünf Räder – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Vater Niko staunte über die Kreation seines Sohnes: „Das Zusammenbauen ist nicht so einfach, weil es relativ instabil ist. Aber ein bisschen Herausforderung ist gar nicht schlecht.“ Mittlerweile, so glaubte der 45-Jährige, verstehe Mika sogar ein wenig das Prinzip der Solarzellen.