Entwicklung Neue Bahnstadt in Leverkusen

Neue Bahnstadt : „Wir sind Parkplatz der Region geworden“

In der Bahnstadt wird 2019 weiter an der Europa-Allee gebaut. Auf dem Schotterplatz fallen dann ein Drittel Plätze weg.

Die Bahnstadt wächst. Das neue Stadtquartier zwischen Opladen und Quettingen soll demnächst die alten Brachflächen des  2003 geschlossenen Bahnausbesserungswerkes vergessen machen. An einer Stelle jedoch wünschen sich derzeit wohl viele, dass die Bahnstadt langsamer wächst: am Schotterparkplatz schräg neben dem Treppenaufgang zur Bahnhofsbrücke. Der ist eigentlich eines der Baufelder für die Westseite der Bahnstadt. Weil das Areal, auf dem früher der Bahndamm verlief, aber nun für den Bau neuer Gebäude vorbereitet ist, haben  parkplatzsuchende Autofahrer sich die Fläche zu eigen gemacht. Erst standen dort eine handvoll Autos, mittlerweile sind es wesentlich mehr. Die Bahnstadtentwicklungsgesellschaft duldet die Parkenden, so lange auf dem Areal die Bautätigkeiten noch nicht beginnen.

Allerdings schob Bahnstadt-Chefin Vera Rottes am Bahnstadt-Mittwoch ein Aber ein. „Wenn die Europa-Alle weiter in den Norden gebaut wird, fallen auf dem Schotterparkplatz gut ein Drittel der Plätze weg“, berichtete sie bei der Infoveranstaltung, zu der zahlreich Interessierte gekommen waren. Zudem müsse dazu bald die Bahnhofstraße in dem Bereich gesperrt werden. „Wir sind aber schon dabei, mit dem städtischen Fachbereich Verkehr zu klären, wie wir dann Zufahrtsmöglichkeiten zu dem Parkplatz schaffen können. Wir wollen da niemanden vertreiben, aber es wird knifflig werden. Wir werden uns etwas einfallen lassen müssen“, merkte Rottes an. „Was passiert, wenn der Parkplatz dann ganz weg ist? Wo sollen die Leute parken?“, fragte ein Gast. Rottes erläuterte, dass im neuen Quartier rund um den Bahnhof ein Parkhaus mit 400 Plätzen gebaut werden wird, „zwischendurch wird es aber eine Phase mit Engpässen geben.“ Mittlerweile parkten auf dem Platz auch Menschen aus umliegenden Städten, um mit der RB 48 nach Köln und Bonn zu fahren. „Früher sind diese Leute mit dem Bus bis hierher gekommen.“ Rottes: „Wir sind hier mittlerweile zum Parkplatz der Region geworden.“

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Fakt ist: Wer sich auf den Weg vom Schotterparkplatz zu den Gleisen macht, sieht von der Bahnhofsbrücke aus, was sich entlang der Werkstättenstraße getan hat, so etwa, dass das Gebäude von PMC Rail (Ableger der Deutschen Passer) ihr Gebäude für Weiterbildung  fast fertig hat. Am 1. April wird eröffnet. Zwei Monate vorher ist Baustart am Ledigenheim. Dort entstehen Büroeinheiten, schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite  später die neue Mehrzweckhalle. Und auch auf der Westseite wird ein Papiertiger Realität. Die neue Bahnallee, sie wird Europa-Alle heißen, ist von der Campusbrücke aus im bisherigen Bauzustand gut zu erkennen. Ein halber Kreisverkehr, mit Stichstraße zur Bahnallee hin nahe des künftigen Brückenparks, auch. „2018 war die Baufreimachung. Wir haben zudem in der Erde Reste von Gebäuden gefunden, die in keinem  Plan verzeichnet waren“, berichtete Rottes. Im Spätfrühjahr soll die Bepflanzung mit Eichen beginnen. Eine Lärmschutzwand wird mit Wein begrünt. Die Bahnstadt wächst.

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