Elternrat Leverkusen zu Kitaplätzen

Offenes Treffen : Elternrat kritisiert Vergabe-Verfahren für Kitaplätze

Große Resonanz bei einem offenen Treffen. Wer Betreuung braucht, soll sich rechtzeitig beim Jugendamt melden.

(bu) Der Stadtelternrat begrüßt die Ankündigung der Landesregierung, dass 2020/2021 ein zweites betragsfreies Jahr eingeführt werden soll. Bei einem offenen Treffen in der Wacht am Rhein, waren sich rund 50 Teilnehmer – neben vielen Eltern waren auch Vertreter aus Tagespflege, Trägerschaft und Politik gekommen – trotz unterschiedlicher Meinungen bei verschiedenen Themen einig: Bei den Beiträgen muss sich etwas ändern.

Die Teilnehmer lobten zudem die Erhöhung der Betreuungsquote für U3-Kinder in Leverkusen, sorgten sich allerdings über das Fehlen der dazu notwendigen Erzieher. „Der Fachkräftemangel ist eine Problematik, die nicht ausschließlich kommunal gelöst werden kann“, sagte die Vorsitzende des Stadtelternrats, Irina Prüm, die zudem Mitglied des Landeselternbeirats ist. Allerdings sei die Praxisintegrierte Erzieherausbildung (PIA) ein guter Schritt, der bereits ab dem kommenden Kita-Jahr für eine Entspannung bei der Personalsituation sorgen könnte. Prüm: „Die Probleme in der Kindertagesbetreuung sind sehr vielschichtig und vor allem ein politisches Thema.“

„Mit so viel Resonanz zum Jahresauftakt haben wir nicht gerechnet. Das zeigt die Vielfalt der Themen, bei denen Austauschbedarf besteht und bei denen wir unterstützen möchten“, sagte die stellvertetende Vorsitzende Jessica Köpnick.

 Neben dem Dauerthema Platzmangel sei der noch unzureichende Verfahrensablauf zu den Aufnahmekriterien in städtischen Kitas ein Problem, betonte Oliver Ding, stellvertretender Vorsitzender. Der Kitaplaner weise an keiner Stelle auf notwendige Nachweise hin. Eltern, die ihr Kind vor Mitte November angemeldet hätten, erhielten keine Information darüber, dass sie bei städtischen Kitas Angaben zu den Aufnahmekriterien machen müssten. Ding: „Wir können den Eltern, die dringend einen Betreuungsplatz brauchen, nur raten, rechtzeitig dem Jugendamt gegenüber ihren Bedarf anzumelden, indem sie etwa den Antrag auf Erfüllung des Rechtsanspruches ausfüllen.“

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