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Eine Wunschliste für Leverkusens OB-Kandidaten  

Wahlkampf : Eine Wunschliste für den OB-Kandidaten

Frank Schönberger (CDU) startet den Wahlkampf in seinem Heimatstadtteil Schlebusch.

Wo drückt der Schuh, was wünschen sich die Schlebuscher? Diese Fragen stellte Frank Schönberger direkt an die Einwohner des Stadtteils. Allerdings: Es kamen nicht viele, und die meisten der fünfzig Anwesenden im Pfarrsaal St. Andreas waren ohnehin von Schönbergers Partei, der CDU. Schönberger will bei der nächsten Kommunalwahl neuer Oberbürgermeister werden und sich daher auf zehn Veranstaltungen in den nächsten Wochen den Leverkusenern persönlich vorstellen.

Auftakt dieser Tour durch die Gemeinde war Schlebusch, ein Heimspiel für den CDU-Kreisvorsitzenden. Der 60-Jährige wohnt in der Waldsiedlung und findet Schlebusch „erst einmal gut“. Ein gewachsenes Stück Leverkusen: „Ich möchte das Gesicht von Schlebusch bewahren.“ Was nicht heißt, dass es keinen Verbesserungsbedarf gebe.

Vorrangig ging es um die Verkehrs- oder besser Parkproblematik im Südosten der Stadt. Die Bewirtschaftung der zentral gelegenen Fläche Marktplatz findet Kandidat Schönberger,  der auch die  Schlebuscher Rats- und Bezirkskandidaten Christoph Meyer zu Berstenhorst, Tim Feister, Bernhard Marewski, Frank Schmitz, Georg Wollenhaupt und Peter Seven, vorstellte, nicht gut. Vor allem bemängelt er das Verhalten der anderen Parteien im Stadtrat. Während es in der Bezirksvertretung  ein einstimmiges Votum dafür  gab, den Marktplatz wie ehedem wieder freizugeben, hat der Rat in geheimer Abstimmung das neue Konzept mit Parkgebühren verabschiedet. „Da sind sich die anderen Parteien auch unter sich nicht einig“, kritisiert Schönberger. Wenn der Kandidat attraktive Dinge wie die Schlebuscher Fußgängerzone mit ihren vielen  Fachgeschäften erhalten will, so gehöre dazu auch die Möglichkeit für günstiges Parken. Ebenso eine attraktive Anbindung von Schloss Morsbroich an Schlebusch – offensichtlich ein persönliches Anliegen des Lokalpolitikers. Vor allem die Gastronomie am Schloss müsse verbessert werden.

Einige Zuhörer brachten die Verkehrsführung am Freudenthalter Weg/Am Märchen zu Sprache. Ein anderer bemängelte den Fahrplan der Wupsi-Busse; da sollte es eine bessere Abstimmung geben, dass nicht innerhalb weniger Minuten zwei Gelenkbusse sich durch die Straßen quälen und danach man lange Zeit auf einen Anschluss waren müsse.

Eine bessere Anbindung an die Straßenbahnlinie 4 nach Köln, insbesondere bessere Parkmöglichen an der Endhaltestelle, werden geäußert.   Auch zusätzliche  Abstellmöglichkeiten für Fahrräder stehen auf der Wunschliste. Nicht zuletzt wurden die Fußwege für die Schüler der Gezelinschule erwähnt.

Insgesamt können Frank Schönberger und seine CDU-Mitstreiter aber mit der Situation in Schlebusch zufrieden sein. In den anderen Teilen der Stadt, wenn Schönberger dort als OB-Kandidat auftritt,  dürfte die Liste von Wünschen garantiert länger sein.