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Leverkusen: Ein Zelt voll mit lauter jecken Männern

Leverkusen : Ein Zelt voll mit lauter jecken Männern

Die Herrensitzung der KG Neustadtfunken fand gestern erstmals auf dem Opladener Marktplatz im Festzelt statt.

"Es war die beste Alternative." So kommentierte der 1. Vorsitzende der KG Neustadtfunken, Frank Lehmann, die Entscheidung, die Herrsitzung der Neustadtfunken im Zelt anstatt (wie bisher) in der Stadthalle zu veranstalten. Abgeschreckt hat der neue Standort die Karnevalisten jedenfalls nicht: Rund 400 Männer waren zum Opladener Marktplatz gekommen.

Und die verfolgten um 15 Uhr begeistert den feierlichen Einzug des Traditionscorps und der Tanzgarde. Besonders das Tanzpaar, bestehend aus Dominik Fritsch und Tanzmariechen Lisa Schwab, stach durch sein vielseitiges Können auf der Bühne hervor. Daran konnten auch die "Didi"-Rufe nichts ändern, die sich Einige in Reminiszenz an den ehemaligen Tanzoffizier Dieter "Didi" Rutkowski nicht verkneifen konnten.

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Bei den Männern, die an langen Tischen jeweils bestückt mit Bierfässern saßen, machte sich binnen kurzer Zeit eine ausgelassene Stimmung breit. "Wir haben viel Wert auf eine gute Bestuhlung gelegt, da einige im Vorfeld Bedenken geäußert hatten, dass sie auf einer harten Bierzeltgarnitur sitzen müssen", sagte Schatzmeister Lothar Heinen. Dementsprechend gab es gepolsterte Stühle, und auch frieren musste niemand. Es herrschten angenehme Temperaturen im Zelt. Walter Gitschner, der schon seit 20 Jahren jedes Jahr an der Herrensitzung teilnimmt, war dennoch nicht ganz zufrieden: "Hier ist es sehr eng zwischen den Sitzreihen. In der Stadthalle war es schöner." Ganz anderer Meinung war Guido Schmitt (50), der das Zelt schon als zukünftigen Standort sieht: "So ein Zelt kann schnell vergrößert werden, wenn die Nachfrage steigen sollte. Die Stadthalle nicht." Schmitt hatte erstmals seinen Freund Markus Ley mitgebracht hat, der begeistert lobte: "Es ist alles super hier."

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Auch wenn die Kosten für den neuen Veranstaltungsort gegenüber der Stadthalle fast doppelt so hoch waren, zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. "Heute Morgen hatte ich noch ein wenig Angst im Bauch angesichts des neuen Standorts. Die ist jetzt weg. Die Leute nehmen das hier total gut an," sagte Lehmann. Er gab allerdings zu, dass es trotz der vielen Männer und der guten Stimmung "einige Dinge gibt, die im nächsten Jahr besser gemacht werden müssen".

So sei es nicht gerade optimal, dass es nur einen Eingang im hinteren Teil des Zelts gab. Die Roadies der Band "Kasalla" mussten deshalb das Equipment durch die Sitzreihen hindurch zur Bühne schieben.

Die 400 Jecken schienen sich daran aber nicht allzu sehr zu stören, zumal von ihnen ohnehin keiner mehr auf seinem Stuhl sitzen blieb, als "Kasalla" ihren Auftritt gleich mit dem Hit "Pirate" begannen. Auch das übrige Programm gab viel Anlass zum Stehen, Klatschen und Feiern. Neben den "Cölln Girls", der Tanzgruppe "de Höppemötzjer" und "Manni, der Rocker" war mit die "Cöllner" eine weitere Spitzenkraft des Kölner Karnevals dabei.

(RP)