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Ein gesundes Frühstück für jedes Kind in Leverkusen

Brotboxen für Leverkusen : Ein gesundes Frühstück für jedes Kind

Die bundesweite Biobrotbox-Initiative geht in die nächste Runde. 1800 Leverkusener Schulneulinge werden dabei bedacht. Die Boxen sind unter anderem gefüllt mit Knusperbrot, Müsliriegel und weiteren Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft.

Jedes Kind soll täglich ein gesundes Frühstück bekommen. So lautet Ziel der bundesweiten Bio-Brotbox-Initiative. In Vertretung für die Stadt Leverkusen ist das Naturgut Ophoven erneut dabei, wenn stadtweit insgesamt 1800 Schulneulinge zum Schuljahresbeginn gleich nach den Sommerferien eine gelbe, wieder verwendbare Frühstücks-Dose erhalten.

Stellvertretend für alle ABC-Schützen nahmen die fünfjährige Katharina Schrewe, künftige Schülerin der GGS Bergisch Neukirchen, und der ein Jahr ältere Fabian Obrycki, der die KGS Neuboddenberg In der Wasserkuhl besucht, die Frischhalteboxen entgegen. Unter anderem gefüllt mit Knusperbrot, Müsliriegel und weiteren Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft, kurzum mit einem gesunden Frühstück aus biologischem Anbau oder biologischer Fertigung.

Mag die Bio-Brotbox für viele Eltern und Kinder auch der erste Kontakt mit Lebensmitteln aus ökologischer Herstellung sein: für Patin Johanna Gastdorf galt das nicht. „Ich war ein Reformhaus-Kind und wurde von meiner Mutter mit Vollkornbrot, schrumpeligen Äpfeln und Möhren in die Schule geschickt“, “, erinnerte sich die Schauspielerin an ihre Kindheit zurück. „Stattdessen wollte ich viel lieber das weiße, mit Mettwurst belegte Brötchen meiner Freundin. Also haben wir getauscht“, fügte sie schmunzelnd hinzu.

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„Vieles funktioniert wegen Corona nicht“, bemerkte Marianne Ackermann, Vorsitzende des Naturgut-Fördervereins. „Aber die Bio-Brotbox-Aktion läuft schon zum 16. Mal“, sagte die Initiatorin freudig. Zwar stehe noch nicht genau fest, mit welchen Erzeugnissen die Behälter gefüllt würden, so Ackermann weiter. Denn es sei nicht nur schwieriger geworden, Lebensmittel in Bioqualität zu beschaffen, sondern diese seien auch „sehr viel teurer geworden.“ Dennoch sei sie zuversichtlich, die Kampagne gemeinsam mit den Sponsoren stemmen zu können.

Obwohl es wegen Corona insgesamt weniger Teilnehmer gebe, hätten bereits jetzt viele lokale Partner ihre weitere Unterstützung zugesagt, ergänzte die Pädagogin. Insofern besitze Leverkusen ein „Alleinstellungsmerkmal“, stellte Schirmherr und Bürgermeister Bernhard Marewski daraufhin fest. In der näheren Umgebung existiere keine andere Initiative, die ebenfalls mit gutem Beispiel vorangehe und aufzeige, warum gesunde Ernährung für Schulkinder so wichtig sei.

An Gastdorf gewendet lobte Marewski ihr hohes Engagement und die Tatsache, dass die Schauspielerin – gemeinsam mit Ehemann und Berufskollegen Jan-Gregor Kremp – als bekennende Leverkusener auftreten. Beide demonstrierten, dass ihnen diese Stadt wichtig sei.