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Durch Spenden finanziert: Kita in Leverkusen bekommt Snoezelwagen

Kita Morsborich : Snoezelwagen: Geborgenheit auf Rädern in Leverkusen

Die Kita Morsbroich hat jetzt über Spenden zwei der Wagen mit Sinnesmaterialien bekommen. Die sorgen bei den Kindern vor allem für Wohlgefühl.

Die Niederländer verstehen was von Entspanntheit. Das zeigen schon die Vokabeln aus dem Nachbarland: Snoezeln, zum Beispiel. Ein Wort, das zwei Niederländer erfunden haben für einen Zustand zwischen snuffelen (kuscheln) und doezelen (dösen). Was bei uns befremdlich Klänge, setzte man die beiden Worte zu kusen oder döscheln zusammen, klingt im Niederländischen einfach zum Wohlfühlen. Und genau darum geht es auch bei den beiden neuen Snoezelwagen, die die Kita Morsbroicher Straße nun ihr Eigen nennen darf.

Ursprünglich, das berichtet die Stadt, wurde im Sommer 2019 die Errichtung eines Snoezelraums geplant, der durch das Engagement des Fördervereins Kita Morsbroicher Straße realisiert werden sollte. „Diesbezüglich kontaktierte der Förderverein mehrere Institutionen, Vereine und Stiftungen, die bis September 2019 eine Summe von insgesamt 9700 Euro spendeten“. Zusammengekommen war das Geld auch durch die Eltern der Kita-Kinder, die unter anderem beim letzten Sommerfest vor der Pandemie, die Geldbörsen zückten. Dann kamen die schlechten Nachrichten „Wegen der sich dann entwickelnden Corona-Krise und den damit einhergehenden Hygienemaßnahmen konnte der Snoezelraum allerdings nicht wie geplant umgesetzt werden“, heißt es weiter.

Kitaleitung, Förderverein und Sponsoren ließen sich von der Pandemie nicht entmutigten und dachten kurzerhand um: Aus einem stationären Raum zum Snoezeln sind nun zwei mobile Snoezelwagen samt weiteren Sinnesmaterialien für die einzelnen Bereiche des Kindergartens geworden. Statt sich zum Snoezeln irgendwohin zu begeben, kommt das Snoezelen jetzt zu den Kindern. Geborgenheit, Entspannung und Verbesserung der sensitiven Wahrnehmung auf Rädern sozusagen.

Die Wagen können flexibel für alle ein bis sechsjährigen Kitakinder eingesetzt werden. Ausgestattet sind sie mit Materialien wie Lichteffekten, Wassersäule, Spiegel und Fühlmatten, „so dass Kinder mit allen Sinnen erleben und unterschiedlichste Wahrnehmungserfahrungen machen können. Damit wird vor Ort die pädagogische Arbeit in der Kita bereichert“, berichtet die Stadt.