„Dream“ – Leverkusener Band lebt den Traum seit 50 Jahre n 

Jubiläum : „Dream“ – Band lebt den Traum 50 Jahre

Seltenes Jubiläum: 1969 gegründet, sind die Mitglieder der Leverkusener Cover-Band heute im Seniorenalter – und haben weiter Freude an Musik.

Rund 50 Jahre ist es her, da hatten ein paar Jugendliche aus Leverkusen eine Idee: die Gründung einer Band. Was damals als Verrücktheit anfing, sollte sich als guter Einfall erweisen. Denn die Band gibt es immer noch, sie nennt sich „Dream“, und Manfred Gottschalk ist eines ihrer Mitglieder.

Für den heute 66-Jährigen ging als Teenager ein Traum in Erfüllung, als er der Gruppe beitrat. Fotos verraten: Die Liebe zur Musik ist geblieben, und auch die Frisur hat sich seitdem kaum verändert. Mit langen Haaren und drei-Tage-Bart stand Gottschalk damals auf der Bühne. Für ihn selbst braucht es diese Bilder wohl jedoch gar nicht, der Mann mit einer damals recht großen Gitarre in der Hand kann sich an die ersten Schritte ohnehin gut erinnern.

„Wir waren sehr aufgeregt damals“, bekundet Gottschalk im Rückblick auf den ersten öffentlichen Auftritt.  Kein Wunder: Schließlich hatte die junge Band ihre erste Einlage und damit sechs Songs spielen dürfen. „Flowers“ lud die Jugendlichen ein. Ein kurzes Vorspielen überzeugte die Gastgeber. Der Lindenhof sollte der Ort werden, an dem „Dream“ zum ersten Mal vor Publikum spielte.

Bis heute besitzt Gottschalk ein  gutes Verhältnis zu dem Jugendtreff. Die Bilder dieser Zeit sind dem 66-Jährigen sofort im Gedächtnis. Das Erlebte werden viele Jugendliche aus dem damaligen Leverkusen teilen. Denn in den 1960er Jahren hatten es nicht wenige  junge Menschen auf eine Laufbahn in der Musik abgesehen.

Gottschalk erinnert sich: „Es gab überall Bandgründungen.“ Denn es habe viele Vorbilder gegeben. Viele dieser jungen Bands sind längst verschwunden. Auch das Gesicht von „Dream“ veränderte sich immer wieder. Was blieb, war der Name und die Liebe zur Musik bei ihren Mitgliedern. „50 Jahre dieses Hobby zu betreiben, ist wie ein Traum“, sagt Gottschalk.

Fünf Jahrzehnte bedeuten aber auch eine Menge Arbeit, Zeit und  Reibereien. Schließlich sind sich die Musiker nicht immer nur grün. Gerade in den Anfängen verbrachten Gottschalk und seine Bandkollegen viele Stunden miteinander. Streit war da unausweichlich. „Musik ist eine gruppendynamische Sache – da geht man sich schon mal auf die Nerven“, sagt er.

Bis ganz nach oben wollten es die Jungmusiker damals übrigens nicht schaffen. Das sei nie der Plan gewesen, betont Gottschalk. Sie hätten auch nie mit einer Agentur gearbeitet. Für sie ist der Lindenhof die Bühne, auf die sie gehören.