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Dokumentarist der Stadt Leverkusen ist gestorben

Andreas Born (53) : Dokumentarist von Leverkusens Stadtleben ist gestorben

Der Gründer und ehrenamtliche Betreiber der Internetseite www.leverkusen.com, Andreas Born, ist im Alter von 53 Jahren gestorben. Der Verein „Internet Initiative Leverkusen“ will die Seite mit ihren umfänglichen Informationen und Dokumenten zur Gegenwart und Geschichte der Stadt erhalten.

Mit seiner Videokamera war er ständiger Gast bei Presseterminen in der Stadt. Dank seiner unermüdlichen journalistischen Arbeit und umfassenden Dokumentation waren Stadtbürger mit wenigen Klicks schnell informiert. Jetzt ist der Vorsitzende des Vereins „Internet Initiative Leverkusen“, Andreas Born, plötzlich und unerwartet im Alter von nur 53 Jahren gestorben. Das teilte der Verein am Donnerstag mit. 

Andreas Born, der in Leverkusen aufwuchs und das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium besuchte, war auch bei den Vereinen ein gern gesehener Gast. In einem mit CDs behangenen Kostüm marschierte er regelmäßig mit im Schlebuscher Karnevalszug. Er war seit der Gründung des Vereins dessen Vorsitzender. 1996 hat er die Internetseite www.leverkusen.com gestartet. Die Seite entwickelte sich über 25 Jahre zu einem wichtigen Informationsmedium für die Leverkusener. Andreas Born hat sie täglich gepflegt und auf aktuellem Stand gehalten. Im Laufe der Jahre wurde sie um viele lokale historische Fakten und Ereignisse ergänzt. Zahllose Veranstaltungen der Vereine hat er dokumentiert.

Dabei arbeitete er rein ehrenamtlich, die Seite ist kostenfrei einsehbar. „Wir verlieren mit Andreas Born einen guten Freund, der auch in schwierigen Phasen immer zur Hilfe bereit war. Er hinterlässt eine große Lücke“, sagt Rüdiger Scholz vom Verein. Die Seite leverkusen.com ist im Lauf der Jahre zu einem umfassenden elektronischen Archiv gewachsen. Hunderte Persönlichkeiten sind dort dokumentiert, ebenso wie Vereine, Schulen, alte Postkarten. Was mit dem „elektronischen Gedächtnis“ der Stadt geschehen soll, ist unklar. „Wir wollen die Seite in jedem Fall erhalten“, sagt Mitbegründer Scholz.

(bu)