Diskussion um City C in Leverkusen

Stadtplanung : Alles auf Anfang bei der City C?

CDU und Grüne treten auf die Bremse.  OB Richrath  soll seinen Entwurf einer Verwaltungslösung  zurückhalten.

Ende des Jahres sah es im Stadtrat noch nach einem baldigen Konsens in der Frage aus, wie es in der City C weitergehen soll. Oberbürgermeister Uwe Richrath hatte konkrete Pläne für die von ihm selbst angestoßene Verwaltungslösung für den nächsten Ratsturnus angekündigt. CDU, SPD und Grüne hatten sich dem nicht widersetzt und grundsätzliche Sympathie bekundet für den von Richrath vorgeschlagenen Ausweg aus dem jahrelangen Stillstand in Planungsverfahren für ein Filtetstück mitten im Zentrum der Stadt. Intensive Versuche des früheren Projektteams Gert Geiger/Rainer Häusler und des Oberbürgermeisters selbst, Investoren für eine Lösung mit Büros, Geschäften und Hotel zu finden, waren gescheitert.

In einer Pressemitteilung der CDU ist nun von einem „Neustart“ die Rede. Alles auf Anfang bei der City C? Nicht ganz. Laut CDU-Fraktionschef Stefan Hebbel will seine Partei nicht zurück zum alten Geiger/Häusler-Modell. Ihr geht es aber um die Wohnungen. „Wir haben einen eklatanten Notstand an Wohnungen“, sagt Hebbel. Nach eingehender Prüfung der Vorlagen, insbesondere der Eigentumskonstrukte und der Teilungserklärungen, hätten Bauexperten der CDU festgestellt, dass nach der alten Teilungserklärung Wohnungsbau gar nicht möglich sei. Der Hintergrund: Derzeit gibt es zwei Teilungserklärungen. Eine neue war noch vom alten Projektteam angestoßen worden. Es fehlen aber noch Unterschriften von Eigentümern. Auf dieser neuen Grundlage wären offenbar erweitere Möglichkeiten zur Nutzung und zu Bautätigkeiten möglich, die für Investoren attraktiver wären. Der Oberbürgermeister hatte klar gestellt, seine Verwaltungslösung auf der Grundlage der alten Teilungserklärung umsetzen zu wollen. „Wir wollen uns noch nicht mit einer reinen Verwaltungslösung abfinden“, sagt Hebbel. „Es lohnt sich, sich für die City C Zeit zu nehmen.“ Das Thema eigene sich nicht für politische Alleingänge. „Wir können das nur gemeinsam stemmen.“

  • Büros statt Ladenlokale : City C –  das ist Richraths Plan B

Mit den Grünen hat sich die CDU offenbar abgestimmt. Die grüne Ratsfraktion verschickte nahezu zeitgleich einen Brief an den Oberbürgermeister: „Vorab möchten wir das Thema wegen der umfänglichen Aspekte in Zusammenhang mit den rechtlichen und planerischen Bedingungen nochmals in einer Fraktionssitzung besprechen und mit Ihnen interfraktionell beraten“, heißt es darin. „Wir möchten Sie daher herzlich um die Möglichkeit bitten, die Einbringung der Vorlage nochmals um einen Turnus zu verschieben.“

Nach den Plänen von Richrath soll die Neugestaltung der City C dazu genutzt werden, um Verwaltungsstandorte der Stadt zu konzentrieren. Zentren sollen Wiesdorf und Opladen (Goetheplatz) sein. Die bereits von der Stadt in der City C erworbenen Immobilien mit einer Fläche von 12.000 Quadratmeter könnten als Büroräume genutzt werden. Derzeit gibt die Stadt rund 400.000 Euro jährlich an Unterhaltungskosten für die leerstehenden Räume in der City C aus.

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