Digitales Medien-Studio für Lehrer in Leverkusen

Covestro spendet : Digitale Schule für Lehrer eröffnet

Im neuen Medien-Studio erproben Pädagogen Möglichkeiten des digitalen Unterrichts. Covestro gibt 42.000 Euro.  

Beim Ausbau der digitalen Bildung an Leverkusener Schulen hat die Stadt einen weiteren wichtigen Schritt getan. Gemeinsam mit Covestro Vorstand Klaus Schäfer und Daniel Koch, dem Leiter der NRW-Covestro-Standorte, eröffnete Oberbürgermeister Uwe Richrath am Donnerstag das neue Medien-Studio im städtischen Fortbilungszentrum am Goetheplatz. Im dem neuen Studio werden Lehrer für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht geschult. Für modernste technische Ausstattung sorgte eine Covestro-Spende in Höhe von 42.000 Euro.

In dem neuen Medien-Studio können Lehrkräfte nun auf neueste Hard- und Software zurückgreifen. Zwei mobile digitale Tafeln mit Touchscreen stehen ebenso bereit wie jeweils 15 Tablets, I-Pads, ein MacBook und ein Tablet für den Vortragenden für zwei Unterrichtsgruppen sowie ein Medienwagen mit Soundanlage. Mit Hilfe dieser Ausstattung lässt sich die Vielfalt der Möglichkeiten des digitalen Unterrichts erproben. So können Lehrer Bilder, Filme, Texte etwa direkt aus dem Internet auf die Tafel projizieren, dort per Berührung ordnen und verschieben und wechselseitig auf die Notebooks, I-Pads oder Handys der Schüler übertragen.

Fakenews, Datenklau, Künstliche Intelligenz und virtuelle Realität – die Anforderungen, Chancen und Gefahren einer zunehmend digital vernetzten Welt werden immer komplexer und dürfen vor Schultoren nicht Halt machen. Doch gerade ältere Lehrer sind nicht immer optimal auf diese Herausforderung vorbereitet. Eine aktuelle Umfrage an den Schulen habe ergeben, dass der Schulungsbedarf des Lehrpersonals hoch sei, berichtet Michael Wilde vom Kommunalen Bildungsbüro. Der Start des neuen Medien-Studios unterstützt laufende Bemühungen der Stadt, die Lehrer-Fortbildung zu forcieren. Am 17. und 18. Mai sind Medientage mit 160 Workshops geplant, an denen 400 bis 500 Lehrer teilnehmen werden.

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Beim Ausbau der Hardware an den Schulen muss die Stadt noch weiter zulegen. Rund 150 mobile digitale Tafeln gibt es bereits für insgesamt 1000 Unterrichtsräume in Leverkusener Schulen. Eine Tafel kostet rund 4000 Euro. Georg Eiteneuer vom zuständigen Fachbereich der Verwaltung schätzt den Investitionsbedarf für Anschaffung und Wartungen der digitalen Ausstattung auf rund 2,5 bis 3,5 Millionen Euro pro Jahr.

Der Oberbürgermeister dankte den Spendern und betonte in Zeiten eines weltweit schnellen Wandels die Notwendigkeit, vermehrte Plätze für digitale Bildung zu schaffen. „Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert“, sagte Covestro-Vorstand Schäfer. Gerade auch in der Chemieindustrie würden digitale Prozesse auf vielen Ebenen immer wichtiger. „Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, das Medien-Studio hilft dabei, dass die Lehrer sich optimal auf die Herausforderungen des digitalen Unterrichts vorbereiten und einstellen können.“

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