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Leverkusen: Die TSG tanzt weiter in Richtung Aufstieg

Leverkusen : Die TSG tanzt weiter in Richtung Aufstieg

Durch Platz drei vor heimischem Publikum gelang den Leverkusener Tänzern ein kleiner Schritt Richtung Oberliga.

Noch drei dritte Plätze fehlen ihr – dann hat die Formation der TSG Leverkusen alle Voraussetzungen erfüllt, um im Mai an einem Relegationsturnier teilzunehmen, das zum Aufstieg in die Oberliga berechtigt. Mit neuen Choreographien gelang den Tänzern nun vor heimischem Publikum ein weiterer kleiner Schritt in diese Richtung. Beim zweiten Formationsturnier der Saison in der Landesliga West belegten sie nach dem TSC Salier Club Köln und TuS Wickrath den dritten Platz.

Vor Turnierbeginn hatte Trainer Alexander Bernard (34) Position zwei als Ziel ausgegeben. Als Ersatz für einen erkrankten Tänzer sprang er selber ein. Immerhin kann er auf zehn Jahre Erfahrung in der Bundesliga sowie Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften zurückblicken. Exakt sechs Minuten hatte jede Formation zur Verfügung, um fünf Wertungsrichter von ihrem Können zu überzeugen. Samba, Jive, Rumba, Cha-Cha-Cha und Paso Doble – alle lateinamerikanischen Elemente mussten in die Choreographie einfließen. Punkte gab es für Ausführung, Ausstrahlung oder tänzerische Leistung.

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Aber vor allem für Übereinstimmung. "Je besser die Gleichform, desto höher die Wertung", erklärte Basistrainerin Wilma Wolf, die für Figuren und Schritte verantwortlich ist. Drei der Paare sind fest liiert. Katrina ist im vierten Monat schwanger. Auf das Formationsbaby freuen sich auch die anderen Paare, die miteinander "vertanzt" sind. So bezeichnen Tänzer ihren Sport mit Vollkontakt. "Da muss alles passen. Vor allem muss man sich gegenseitig riechen können", erklärte Dirk, ein ehemaliger Tänzer. Seit er vor fünf Monaten Vater wurde, hat er sämtliche Aktivitäten eingestellt.

Das Baby durfte auch dabei sein, war aber mit Ohrenschützern gut abgeschirmt vor Lärm. Davon gab es reichlich. Rund 350 Zuschauer feuerten nicht nur die Leverkusener mit Pompons, Rasseln und Zurufen lautstark an. Viele waren auch als Begleiter von sieben weiteren Teams aus Nordrhein-Westfalen mitgereist. Obwohl das selbstgesteckte Ziel verpasst wurde – wirklich enttäuscht war niemand. Stattdessen schwärmte der TSG-Vorsitzende Wolf-Dieter Rückwart von den "hervorragenden Rahmenbedingungen" in der Smidt-Arena.

Teamcaptain Anna Müller nahm's sportlich. Hauptsache sei, sagte sie, den Zuschauern etwas geboten und Spaß an der Sache transportiert zu haben. Diese Rechnung ging auf. Denn Besucher erlebten nicht nur eine tolle Show mit atemberaubender Musik, funkelnden Kleidern und zahlreichen tänzerischen Höhepunkten, sondern auch Stimmung und Spannung pur.

(gkf)