Leverkusen: Die triste Westseite wird bald grün

Leverkusen: Die triste Westseite wird bald grün

Einen Überblick zu den Vorhaben auf dem Bahnstadt-Gelände gaben die Geschäftsführerin Vera Rottes und die Landschaftsarchitektin Ulrike Deiss bei einer Infoveranstaltung. Das sind die wichtigsten Punkte der Planung.

Über Grün- und Freiraumplanungen sowie weitere Projekte der Bahnstadt haben am Mittwoch Geschäftsführerin Vera Rottes und Landschaftsarchitektin Ulrike Deiss be ener Bürgerinfo berichtet. Hier die wichtigsten Eckpfeiler:

Campusbrücke In Kürze wird ein provisorisches Teil der viel genutzten Campusbrücke entnommen. Nach Anpassungsarbeiten wird das letzte Element in seine endgültige Lage gebracht, so dass dann die einige Meter kürzere Brücke in ihrem Endzustand zu nutzen ist.

Brückenpark In Nähe der zurückgebauten Rampe entsteht ein Brückenpark als Ort für Freizeit und als Verbindung zur Innenstadt. Am Rande dieser grünen Arena sind Sitzstufen und andere Sitzgelegenheiten sowie Bäume geplant. Umgeben wird das Refugium durch einen sechs Meter hohen Steg, der sich wie eine Schnecke um das Innere windet. Mit vier Prozent Steigung soll er für Radfahrer gut geeignet sein. Über eine Treppe gelangt man direkt zur Ost-Seite der Bahnstadt.

Grünes Band Das "Grüne Kreuz" auf der Ostseite verbindet sich mit dem "Grünen Band" auf der Westseite. Zugleich ist das Gelände als Bindeglied zwischen Brückenpark und Henkelmännchenplatz konzipiert. Vorgesehen sind dort in erster Linie quartiersbezogene Frei- und Spielflächen sowie Nahtstellen zu begrünten Innenhöfen der neuen Siedlungen mit etwa 500 Wohnungen. Sobald die Pappeln abgeholzt sind, werden neue robuste Arten gepflanzt. In der Friedrich-List-Straße werden Sitzbänke aufgestellt.

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Henkelmännchenplatz So heißt neuerdings der Vorplatz an der Wilhelmstraße. Ursprünglich sollte dort ein Parkplatz entstehen. Inzwischen hat die ausführende Firma "Greenbox" ihr Konzept geändert, so dass der Raum dort begrünt und ein Bouleplatz angelegt werden kann. In unmittelbarer Nähe ist eine städtische Kita geplant.

Europa-Allee Der Baubeginn verzögert sich bis mindestens Ende 2018. Das liegt daran, dass ein europaweites Vergabeverfahren vorgeschrieben war. Laut Vera Rottes wurde der Straßenbau aus technischen Gründen gemeinsam mit der Lärmschutzwand ausgeschrieben. Dagegen gab es eine Beschwerde, so dass jetzt eine neue Ausschreibung erfolgen muss. Nach Fertigstellung wird die Allee durch Eichen und eine begrünte Lärmschutzwand gesäumt.

Der weitere Zeitplan Aktuell laufen Maßnahmen zur Baufeldfreimachung, erklärte Vera Rottes. Im April werde die alte Brücke über die Lützenkirchener Straße abgebrochen, so dass es zu neuen Verkehrsführungen komme und der Weg über die Bahnhofstraße entfalle.

Parallel dazu werde das Widerlager an der Bahnhofsbrücke abgerissen. Auch im April sollen die aktuell im Bau befindlichen P&R-Plätze in Betrieb genommen werden, die bisherigen Plätze entfallen. Im Anschluss werde die Fläche der früheren Erdnussrösterei vollständig zurückgebaut. Zeitgleich würden derzeit alle Wohnungsgrundstücke vermarktet. Ein erstes Treffen mit Investoren gab es bereits.

(gkf)
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