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Die Strandbar Leverkusen öffnet demnächst unter neuem Pächter

Ende der Ära Endres – Beginn der Ära Keunecke : Strandbar öffnet unter neuem Pächter

Am 20. Juni öffnet die Strandbar Leverkusen wieder nach der Corona-Pause. Michael Endres, der die Bar 13 Jahre lang geführt hatte, übergab am Dienstag an den neuen Pächter Andreas Keunecke. Der verspricht, vieles beizubehalten.

Sand zwischen den Zehen spüren, chillen im Klappstuhl mit Cocktail in der Hand – all das wird bald wieder möglich sein. Wenn alles gelingt, wie vorgesehen, wird die Strandbar Leverkusen am Samstag, 20. Juni, wiedereröffnet.

Schon seit Tagen und Wochen blieben Spaziergänger immer wieder vor dem Gelände am Neulandpark stehen und hofften darauf, das verlockende Areal endlich betreten zu dürfen. Am Dienstag war aber erstmal die offizielle Übergabe zwischen altem und neuem Pächter angesagt. Dabei einigten sich Michael Endres (47) und sein Nachfolger Andreas Keunecke (50) leicht und mühelos. Bevor die Ära Michael Endres nach 13 Jahren zu Ende geht und die Zeit von und mit Andreas Keunecke beginnen kann (er zahlt eine Jahrespacht im mittleren vierstelligen Bereich), ist erstmal Umbau und Renovierung geplant.

„Alles wird aufgehübscht, die Bar neu gestrichen“, erläuterte der gebürtige Schwabe Keunecke und ergänzte: „600 Tonnen Sand werden mit rund 40 Tonnen aufgefüllt. Außerdem erwarten wir neue Möbel, unter anderem werden Sonnenschirme, Liegen, Tische und Stühle geliefert, vorwiegend in Weiß und hellem Grau. Ansonsten bleibt alles, wie es war“, versicherte Keunecke, der im Prinzip die gleiche Linie fährt, wie sein Vorgänger und außerdem auch den bisherigen Namen „Strandbar Leverkusen“ beibehalten will.

Die bevorzugten Speisen und Getränke auf der Karte jedenfalls werden sich ebenso wenig vom bisherigen Angebot unterscheiden. „Unsere Spezialität bleiben Cocktails. Dazu servieren wir in der Woche Sandwiches und diverse Salate“, erläutert Keunecke. Bei schönem Wetter und bei Veranstaltungen fährt am Wochenende zusätzlich ein Food-Truck auf das Gelände. Keunecke: „Dann kümmern sich Profis um die Speisen, wir Profis kümmern uns um die Getränke.“

Der Leverkusener Endres – er hat sich eine Beach-Gedächtnis-Ecke in seinem Garten eingerichtet – plant nun, nach vorne zu schauen und sich neu zu orientieren. „Besser er, als jemand anderes“, kommentierte der bisherige Pächter das Anfang Mai gefällte Votum für den neuen Favoriten der städtischen Liegenschaft. Beide Männer kennen sich auf geschäftlicher Ebene schon seit Jahren, vor allem, weil Keunecke zuletzt als Geschäftsführer der Kölner „Sonnenschein-Etage“ fungierte. Endres, der inzwischen als Angestellter im Einzelhandel arbeitet, ist nicht zuletzt froh und erleichtert, dass Keunecke mit der bisherigen Substanz aus der Strandbar arbeiten kann. Zumal er im Vorfeld befürchtet hatte, das rund 2500 Quadratmeter große Grundstück – wie von der Stadt gefordert – geräumt, gesäubert und in seinen ursprünglichen Zustand versetzt herausgeben zu müssen. „Erst alles abzureißen und dann wieder neu aufzubauen wäre komplett sinnfrei gewesen“, bestätigte jetzt auch der „Neue“, der erst kürzlich eine Wohnung ganz in der Nähe seines künftigen Wirkungskreises bezogen hat. Zwar sei er optimistisch, dass alles gut klappe, so Keunecke. Wegen Corona rechne er in dieser Saison allerdings nicht damit, dass das Geschäft so glatt laufen werde wie zuletzt bei Endres. Um genau zu erfahren, was es in seiner neuen Location alles zu beachten gelte, werde er sich Hilfe und Unterstützung beim Leverkusener Gesundheitsamt holen.