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"Die Springamaus" liefert urkomischen Abend im Scala-Club Opladen

Comedy auf Zuruf in Leverkusen : Die „Springmaus“ auf Betriebsausflug im Scala-Club

Ein Loch in der Hose hemmt die Pünktlichkeit, Hunde-Hockey erquickt – wenn die Comedytruppe aus Bonn zu Gast ist. Einige der sechs Komiker erlebten in Opladen ihre Feuertaufe.

Schlussendlich wurden die „Springmäuse“ ihrem Namen gerecht. Sie hüpften und sprangen am Freitag wild auf der Bühne im Scala-Club umher und warfen sich, für die Impro-Gruppe typisch, quasi die lustigen Momente und Pointen nur so zu. Und natürlich spielten bei dem herrlich bekloppten Schauspiel auch die ebenso herrlich bekloppten Einfälle des Publikums eine tragende Rolle.

Die rund 100 Zuschauer wurden immer wieder dazu angehalten, die sechs Künstler auf der Bühne in möglichst krude und unvorhersehbare Szenarien zu manövrieren. Das Publikum spielte aber auch deshalb eine so große Rolle, weil die Besetzung bisher wenig Erfahrung hatte, selten zusammenspielte und teils erst die nötige Lockerheit entwickeln musste.

Im Grunde war es eine Art Vorsprechen, das sich auch „Springmaus“-Gründer Bill Mockridge nicht entgehen ließ. Demnach wird die Gruppe im neuen Jahr gänzlich neu aufgestellt – und einige Anwärter erlebten im Scala ihre Feuertaufen. Die bestanden die Sechs nahezu mit Bravour. Wenngleich der ein oder andere Gag nicht zünden wollte.

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Wie einst Rocky Balboa die Stufen zum „Philadelphia Museum of Modern Arts“ erklomm, so energetisch traten am Freitag drei Teufelsmänner und drei Teufelsfrauen vor das Leverkusener Publikum. Sie waren bereit, in Teams zu dritt beim Comedy-Cup die Krone der Impro-Comedy zu holen. Ein nahezu episches Duell zwischen den Hückeswagener Hennen und den Witzheldener Rotschwänzlein hielt die Besucher in Atem.

Dabei entstanden in unterschiedlichen Spielen verrückte Geschichten, deren Ausgang genauso unvorhersehbar wie unplanbar waren. Da wurde der Kartoffelmann auf einmal lebendig und sang von Liebe und einem erfüllten Leben. So erfüllend wie wohl nur ein Betriebsausflug ins Hallenbad sein kann – oder eine schöne Partie Hunde-Hockey, über dessen Vor- oder Nachteile geflissentlich untereinander gestritten wurde.

Fast wären zwei der Künstler sogar zu spät zu ihrem Auftritt gekommen. Zum Glück konnten sie dank der Pantomime ihrer Arbeitskollegen den genauen Hergang ihrer Verspätung erklären.  In Kürze:  So eine Hose mit Loch bläst sich bei Gegenwind nun einmal auf – das weiß doch jeder. Und ebenso, dass der Auftrieb dafür sorgt, dass man dann bis nach Düsseldorf fliegt. Also, das will wirklich niemand erleben.

Das Publikum fühlte sich von all dem Klamauk gut unterhalten. Dafür sorgte auch die Chemie unter den Darstellern, die sich sichtlich mochten.