Die Spielzeit 2019/2020 von KulturStadtLev

Szene Leverkusen : Kulturstadt Lev – die neue Spielzeit

Der Auftakt steht im Zeichen des 50. Forum-Geburtstags mit Poesie und Clownerie. Aber auch Theater und Musik vom Feinsten.

Auf der Bühne eine Scheibe, darauf vier Akrobaten zwischen Mut und Wahnsinn: „In Windeseile werden die hölzernen Elemente mal als schräge Wand zusammengesetzt, verwandelt in ein Schleuderbrett, ein Klettergestell oder ein kleines Karussell. Wie ein Puzzle aus Menschen und Materialien: ,inTarsi’ ist ein Zusammenspiel aus Bewegungstheater, Akrobatik und Tanz“: So wirbt die Kulturstadt für den Eröffnungsabend der neuen Spielzeit, die Mitte September beginnt und in deren Mittelpunkt der 50. Geburtstag des Forums steht.

In selbem entführt die spanische Copania de Circo „eia“ am Freitag, 13. September, in die Welt der Hand-zu-Hand-Akrobatik, der Chinesischen Stange, des Schleuderbretts und des klassischen Sprungseils. Es wird poetisch, tänzerisch und humorvoll beim ausgezeichneten Zirkustheater-Bühnenstück  „inTarsi“. Dazu gibt es auf dem Vorplatz ein Vorprogramm mit dem HipHop-Mobil vom Haus der Jugend und Graffitikünstlern, die  Großleinwände gestalten, einem DJ und Vorführungen an einem Kletter-Parcours, der auf den Familiensonntag zwei Tage später aufmerksam machen will (Karten:  13  bis  25,50 Euro).

Einen Tag drauf, am Samstag, 14. September, steht das Forum als Spielstätte im Mittelpunkt bei der Jubiläumsgala  „50 Jahre Forum“. Im Terrassensaal sind dann unter anderem das Improtheater „Frizzles“,  die Jazzband „Swing Ticket“ und Talkgäste wie Forum-Architekt Ulrich S. von Altenstadt, Wilfried Schmickler, Ralf Schmitz, seine Theaterlehrerin Elisabeth Rosenfelder und  Henning Krautmacher zu Gast. Oli Materlik moderiert.  Edelste Abendgarderobe ist bei der Gala übrigens nicht unbedingt gefragt. (19.30 Uhr, Karten: 25,50 Euro).

Der Sonntag, 15. September, gehört  um 11 und um 16 Uhr der Familie (mit Kindern ab fünf Jahren). Denn dann heißt es im Forum-Studio „Viva Victor“. Dahinter verbirgt sich eine poetische Clownerie. Zudem gibt es am Familientag ein Musical mit Schülern der Musikschule, Bühnenführungen, Erläuterung der Rauminstallation im Agam-Saal, historische Filmdokumente im Kinosaal, einen Bewegungs-Parcours auf dem Vorplatz und noch mehr... (Karten: fünf/sieben Euro, Familienkarte: 20 Euro).

„Gretchen 89 ff“ heißt das Theaterkabarett von Lutz Hübner, das am Dienstag, 17. September, ab 19.30 Uhr  im Forum zu sehen ist, eine Produktion von Jungem Theater Leverkusen, Matchboxtheater und Studiobühne Leverkusen (Karten: 19,50 Euro). Ungewöhnlich wird es am Samstag, 21. September, mit traditioneller javanischer Gamelanmusik und Werken von John Cage, Claude Vivier und Volker Staub. Das  Konzert des Leverkusener Ensembles Gamelan Taman Indah  mit dem renommierten Schlagwerker  Dirk Rothbrust startet um 19.30 Uhr (Karten: 19,50 Euro).

Einen Tag drauf, am Sonntag, 22. September, singt Ronan Caillet (Tenor)  und spielt Malte Schäfer (Klavier) Werke von Schumann, Schubert, Fauré und Britten unter dem Titel „Die alten, bösen Lieder“ in einer Matinee (11 Uhr, Karten: sieben/zehn Euro).

Am Nachmittag spielt die preisgekrönte Organistin Els Biesemans in der Christuskirche (Dönhoffstraße) Werke von Bach, Mendelssohn Bartholdy, Liszt und Gubaidulina (17 Uhr, Karten: 6,50/neun Euro).

Nach viel Musik ist am Mittwoch, 25. September, „Schon wieder Sonntag“. Die Komödie feiert Tournee-Premiere in Leverkusen und erzählt die Geschichte des im Seniorenheim lebenden agilen Cooper und seinem stilleren Freund Aylott  zwischen Alltag und Alter. Eine Tragikomödie mit  Tiefenschärfe, schwarzem Humor und pfiffigen Pointen. Die Hauptrolle hat Joachim Bliese inne, der auch aus dem Fernsehen bekannt ist. (19.30 Uhr, Karten: 13 bis 25,50 Euro).

Der erste KlassikSonntag  der Westdeutschen Sinfonia lockt am Sonntag, 29. September, mit einem Gastmusiker der Extraklasse, dem Österreicher Daniel Ottensamer, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker. Zu hören sind Werke von Ludwig van Beethoven, Louis Spohr und Franz Schubert. Wie immer gibt es um 11 Uhr eine Matinee in Schloss Morsbroich mit Einführung in den Tag und Musik, um 17 Uhr folgt die öffentliche Probe von Teilen des Abendprogramms  im Forum, um 18 Uhr das Konzert. Karten für die Morsbroicher Matinee allein kosten sieben/fünf Euro (Bestellung telefonisch unter 0214 406-4113), die Karten für den KlassikSonntag zwischen 21 und 41,50 Euro.

Die Compania de Circo „eia“ nutzt eine Scheibe, die sie vielfältig einsetzt, um die Zuschauer mit dem Stück „inTarsi“ zu verzaubern. Foto: Ben Hopper

Kleiner Ausblick aufs Oktober-Programm:  Am 2. Oktober  ist das Schauspiel „Extrem laut und unglaublich nah“ zu sehen, am  6. Otkober sind Iskandar Widjaja (Violine), Urna Chahar-Tugchi (Gesang) und  Friedrich Wengler (Klavier) zu hören. Wer hinter die Kulissen blicken will, ist bei einer Bühnenführung am 8. Oktober richtig.

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