Leverkusener Lernort ist nun um spannende Geräte reicher „Robib“ macht die Stadtbibliothek digitaler

Leverkusen · Ein neuer Raum erweitert den Lernort in der Hauptstelle in Wiesdorf. Die Eröffnung der „Robib“ ist am Digitalisierungstag, dem 24. Juni. Es gibt eine „offene Tür“ und Workshops für jedermann.

 So sah er aus, der „R2-D2“, hier in einer nachgebauten Version vor einer Halle des Comic-Salon 2022 in Erlangen.

So sah er aus, der „R2-D2“, hier in einer nachgebauten Version vor einer Halle des Comic-Salon 2022 in Erlangen.

Foto: dpa/Nicolas Armer

Früher, also damals Ende der 1970er, ist den meisten Kinobesuchern ein Lächeln übers Gesicht gehuscht, wenn der kleine silberne Roboter „R2-D2“ in den Star-Wars-Filmen über die Leinwand flitzte und dabei den Charme eines mit Armen und Beinen aufgemotzten Mülleimers versprühte. Weil er niedlich war und irgendwie auch ein bisschen unvorstellbar in der Realität. 40 Jahre später heißt der „R2-D2“ der Stadtbibliothek „Jaime“, ist Serviceroboter und kann einfache Fragen beantworten.

Überhaupt ist die Stadtbibliothek weiter auf dem Weg der Digitalisierung: Sie hat ihren Lernort im ersten Obergeschoss der Hauptstelle in Wiesdorf um einen Raum erweitert, die Robib. „Dort gibt es Dashs, Ozobots, Lego-Education-Bausätze und Calliope-Computer“, sagt Stadtsprecherin Heike Fritsch. Damit sollen in dem 45 Quadratmeter großen Raum Kursangebote für Kitas, Grund- und weiterführende Schulen im Bereich Robotik und Coding veranstaltet werden. Zudem gibt es in der Robib unter anderem VR-Brillen und programmierbare Drohnen. Weitere Angebote sollen bei Bedarf dazukommen, sagt die Stadt.

Die neuen Geräte sollen auch für das Medienkompetenz-Projekt „Azubis an Schulen“ des Vereins „Rockid“ genutzt werden. Das Prinzip: Azubis örtlicher Unternehmen vermitteln Grundschulkindern Basiskenntnisse in Office-Programmen, Internetsicherheit und wecken die Freude an den Mint-Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Des Weiteren gehören etwa auch spezielle Foto-, Dia- und Filmscanner, eine Fotobox, eine Greenscreen und ein tragbares Tonstudio zur Ausstattung des neuen Raumes. „Hier kann man Familienfotos sichern, Gegenstände optimal fotografieren und seinen ersten Podcast aufnehmen. Auch die Digitalisierung von VHS-Kassetten und Schallplatten wird ermöglicht. Die benötigten Rechner mit der passenden Software sind vorhanden“, ergänzt die Sprecherin einige der weiteren Angebote der Robib, in der auch T-Shirts und Tassen bedruckt und Kenntnisse des Codings (Programmieren) erlangt werden können.  Wer die Robib selbstständig nutzen möchte, kann dies tun – wenn er zuvor einen Robib-Führerschein gemacht hat, heißt es von der Stadt.

Zunächst wird sie am bundesweiten Digitalisierungstag, 24. Juni, eröffnet. Unter anderem gibt es Workshops und einen Vortrag: 11.30 Uhr:           Roboterprogrammierung mit dem Serviceroboter „Jaime“; 13 Uhr :          Einführungsworkshop „Fotodigitalisierung“ („Führerschein“-Workshop); 14.30 Uhr :          Einführungsworkshop „Audioaufnahme“ („Führerschein“-Workshop); 16 Uhr :        Vortrag „Fake Shops – Abzocke online“  von der Verbraucherzentrale). Jeder Interessierte kann kostenlos teilnehmen. Adresse. Fr.-Ebert-Platz 3d..