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Leverkusen: Die neue Bahnallee kommt tatsächlich

Leverkusen : Die neue Bahnallee kommt tatsächlich

6,7 Mio Euro Bauvolumen, 5,7 Mio Euro Einnahmen durch Grundstücksverkäufe und der anstehende erste Brückenschlag: Die Bahnstadt-Bilanz 2012 fällt positiv aus.

6,7 Mio Euro Bauvolumen, 5,7 Mio Euro Einnahmen durch Grundstücksverkäufe und der anstehende erste Brückenschlag: Die Bahnstadt-Bilanz 2012 fällt positiv aus.

Da kann Bahnstadt-Aufsichtsrats-Chef Paul Hebbel noch so oft betonen, dass an "diesem Projekt politisch keiner vorbeikommt". Fakt ist: An der Bahnstadt kommt jetzt auch praktisch kaum jemand mehr vorbei, geschweige denn, wenn der erste Brückenschlag zwischen Opladen und Quettingen fertig ist. "Im Frühjahr wollen wir die Campus-Brücke einweihen", berichtete Bahnstadt-Chefin Vera Rottes im Jahresbilanzgespräch.

Verkehr Der zweite Brückenschlag folgt sogleich: Für die Anbindung der in der Vergangenheit auch mal zu kippen drohenden neuen Bahnallee an die Fixheider Straße werden laut Rottes derzeit vier Varianten untersucht. Die Straße verläuft später am heutigen Bahnhof vorbei. Details nannte Rottes nicht. "Wir müssen dabei in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW vorgehen", betonte sie. Die Fixheider Straße liegt in dessen Zuständigkeit. An der Kreuzung Quettinger Straße und Feldstraße wird es nicht den angedachten Kreisel, sondern eine neue Ampelregelung geben. Die Bahnstadt hat ein Verkehrsgutachten beauftragt, das sich vor allem solchen Knotenpunkten widmet. An der Quettinger Straße (Höhe Dieselstraße) wird es einen kleinen Kreisverkehr geben, ebenso an der Lützenkirchener/Ecke Werkstättenstraße. Für Straßen- und Brückenbau gab die Bahnstadt 6,7 Mio Euro aus, für die Planungen zur Gütergleisverlegung in diesem Jahr 676 000 Euro. Das tut sich im Einzelnen noch:

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Wohnen Von den 30 500 Quadratmetern Wohnfläche sind 30 000 Quadratmeter verkauft. Die Einnahme aus dem Grundstücksverkauf beläuft sich auf 5,7 Mio Euro, berichtete Hebbel. Im Quartier am Campus entstehen 165 Wohneinheiten, davon 55 Einzel- und Doppelhäuser plus Geschosseigentums- und Mietwohnungen. Derzeit werden die alten Hallen Nord-West (von der Werkstättenstraße aus links des Kesselhauses) abgerissen. Immobilienunternehmer Paeschke baut dort in den nächsten fünf Jahren 190 Doppel-, Reihen- und Einzelhäuser "und orientiert sich an der Architektur der Nachbarbebauung", sagte Bahnstadt-Aufsichträtin Roswitha Arnold.

Frei sind noch zwei Baugruppengrundstücke. Laut Rottes gibt es Interessenten, eine Gruppe von Eltern mit Kindern, die eine Behinderung haben. Arnold: "Oft wurde gesagt, die Bahnstadt-Häuser seien nur was für Schickimickis. An diesem Beispiel sieht man, wie integrativ das Projekt ist."

Gewerbe 80 Prozent der Flächen sind vermarktet/reserviert, im Handwerkerhof gibt's elf Betriebe.

Brücken "Drei von fünf Teilen für die Campus-Brücke liegen fertig beim Hersteller, die übrigen sind im Januar fertig. Dann werden die Teile über den Gleisen eingeschwenkt", sagte Rottes, die mittlerweile keinen Papiertiger mehr verwaltet, sondern ein erkennbares Stadtquartier. Die Vergabe für die Bahnhofsbrücke im Norden "ist auf dem Markt"; im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen. Für die dritte (autotaugliche) Brücke Höhe Neustadt gib es keine Finanzierung, dennoch führt die Bahnstadt vorbereitende Arbeiten aus, sollte die Brücke kommen.

Gütergleisverlegung Die Ergebnisse der Entwurfsplanung werden im Februar vorgelegt, dann nimmt die Planfeststellung ihren Lauf. Die Finanzierung sei eingestielt. Das Land habe für 2013 rund 2,5 Mio Euro für die Westseite zugesagt. Für den Bahnstadt-Westen wird der Bebauungsplan vorbereitet.

Campus Aufsichtsrat Ernst Küchler rechnet damit, dass 2013 die Bauphase der Fachhochschul-Filiale beginnt, der Campus zum Wintersemester 2015/16 in Betrieb geht.

(RP)