Die besten jungen Vorleser von Leverkusen

Wettbewerb : Junge Vorleser – die besten der Stadt 

Beim Finale der sechsten Klassen in der Marienschule gab es einen sehr ausgeglichenen Leistungsvergleich, der es der Jury schwer machte.   

Eines ist natürlich klar, wenn die besten Leser der weiterführenden Schulen Leverkusens gegeneinander zum Wettbewerb um den Stadtbesten antreten: Alle können super lesen. Schließlich sitzen dort ausschließlich Sieger auf dem Podium. Trotzdem gibt es in der Regel Unterschiede. Doch dieses Mal, beim 60. Wettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels fiel der Jury die Entscheidung schwerer denn je. Denn alle neun Kandidaten, fünf Mädchen und vier Jungen, hatten im Musiksaal der gastgebenden Marienschule die wesentlichen Kriterien erfüllt.

Das sind, neben deutlicher Aus­sprache, eine sinngemäße Betonung, vorausschauendes und Sinn erfassendes Lesen, angemessenes Tempo oder Gestaltung von wörtlicher Rede. Außerdem spielt die Auswahl des Buches, aus dem jeder in der ersten Runde einen Abschnitt von drei Minuten vorlesen darf, eine Rolle. Und es kommt darauf an, die passende Passage im Buch zu finden, mit der man die Zuhörer packen kann. All das haben die angetretenen Sechstklässler sehr gut gemacht. Sie haben souverän gelesen, manche etwas leiser, andere lauter und selbstbewusster. Normalerweise hilft immerhin die zweite Runde bei der Entscheidung. Da haben alle wirklich dieselben Bedingungen, weil sie fortlaufend aus einem unbekannten Buch gleich lange Passagen lesen müssen. Und bei diesen ungeübten Texten setzen sich die stärkeren Vorleser gewöhnlich deutlicher von den schwächeren ab  – normalerweise.

Dieses Mal war die Entscheidung denkbar knapp, was andererseits für die Daumen drückenden Eltern und Freunde im Saal ein großes Vergnügen war. Denn die ließen sich mitreißen vom Lesevergnügen, das die Schüler vermittelten, und sind sicher gespannt, wie die Geschichte „Das Museum der sprechenden Tiere“ zu Ende geht. Aus diesem Buch von Helen Cooper, das alle Kandidaten samt Urkunde mit nach Hause nehmen durften, hatte Lehrerin Karin Teepker den unbekannten Text entnommen. Überhaupt wurde an diesem Nachmittag viel Spaß am Lesen vermittelt und die Neugier auf interessante Jugendbücher geweckt. Auf die Geschichte eines Jungen, der Bücher höchstes halb liest etwa, die der drittplatzierte Vincent Maron vom Werner-Heisenberg-Gymnasium vorstellte. Oder das Buch „Australien Australien!“ von Tino Schrödl, aus dem Hugo Betzler vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium las und auf Platz zwei landete.

Stadtsiegerin wurde Lene Luzie Isermann vom Landrat-Lucas-Gymnasium, die bereits im März beim Regional-Wettbewerb antreten muss. Ihr persönlicher Buchtipp war „Wunder“ von Raquel J. Palacio. Die übrigen – ebenfalls hervorragenden – Vorleser waren: Linda Diers (Realschule am Stadtpark), Sina Gassen (Theodor-Heuss-Realschule), Bastian Isenbügel (Gesamtschule Schlebusch), Charleene Kaya (Lise-Meitner-Gymnsium), Jared Preuß (Montanus Realschule) und Lynn Steimer (Marienschule Opladen).

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