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Leverkusen: Die AWO vergrößert sich

Leverkusen : Die AWO vergrößert sich

Die neue Opladener Leiterin Petra Jennen plant eine Vergrößerung der AWO. Ein neues Gebäude soll neben dem Haus am Berliner Platz errichtet werden. Zudem wird am Sonntag ein Café der AWO eröffnen.

Petra Jennen hat einiges vor. Seit rund einem Monat ist die 54-Jährige nun Leiterin des Familienseminars der Arbeiterwohlfahrt in Opladen und plant gleich einige Veränderungen, die sie gestern erläuterte.

Die größte ist wohl der Abriss des alten Gebäudes neben dem denkmalgeschützten Haus der AWO am Berliner Platz. Im Sommer soll es Platz machen für ein neues und größeres Gebäude, in dem sich auf 250 Quadratmetern mit Beratungen zu Schwangerschaft, Sexualität und Partnerschaft speziell jungen Familien gewidmet wird. Außerdem werden der AWO in dem zweistöckigen Gebäude eine Gymnastikhalle und Räume für Eltern-Kind-Angebote zur Verfügung stehen. "Durch den Neubau können wir unser Angebot erweitern", sagt Jennen zufrieden.

Rund 500 000 Euro kostet der Neubau. "Die Summe zahlen wir aus eigener Tasche", sagt Manfred Hans, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der AWO. Durch niedrige Mieten für die AWO-Häuser in Leverkusen würde das klappen, ergänzt er. Im Frühjahr 2013 soll das Gebäude, das barrierefrei ausgestattet sein wird, fertig sein.

Neues Angebot für junge Eltern

Der Neubau ist aber nicht die einzige Veränderung, die auf das Familienseminar zukommt. Am Sonntag, 17. Juni, eröffnet die AWO ein Café am Berliner Platz. Es wird mittwochs und donnerstags Frühstück anbieten und zudem für den normalen Cafébetrieb zur Verfügung stehen. Den erhofften regen Besuch am Mittwochmorgen will Jennen für Info-Veranstaltungen nutzen: "Wir überlegen, Hebammen und Kinderärzte einzuladen und über spezielle Themen in der Schwangerschaft zu informieren." Das Thema Wohngeld soll auch ein Schwerpunkt sein, wie die 54-Jährige berichtet.

Jennen hat außerdem vor, das Angebot noch spezieller auf junge Eltern zuzuschneiden. Mit dem Förderprogramm "Elternstart NRW" will sie für Eltern mit Kindern unter einem Jahr Kurse anbieten und ihnen zum Beispiel bei Fragen zur Entwicklung des Kindes helfen. "Ich freue mich, diese Art der frühen Hilfe anbieten zu können", sagt Jennen. Das Land NRW bezuschusst das Angebot, so dass die Kurse kostenfrei sind.

Viel Neues gibt es auch im Programm des Familienseminars. In Kochkursen können sich Kinder ab sofort mit den Vor- und Nachteilen von Fastfood auseinandersetzen und "Fastfood mal gesund" erleben. Neben dem gewohnten Kursangebot wurden vor allem die Fortbildungs-Angebote erweitert. Mitarbeiter von Offenen Ganztagsschulen und Tagespflegepersonal werden ab jetzt in Fortbildungen speziell geschult.

(RP)