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Leverkusen: Deutliche Kritik an Buchhorn und am CDU-Fraktionschef

Leverkusen : Deutliche Kritik an Buchhorn und am CDU-Fraktionschef

Die städtische Personalratsvorsitzende Andrea Lamsfuß hat deutlich den Führungsstil von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn kritisiert. Dies berichteten Teilnehmer der nichtöffentlichen, gut besuchten Personalversammlung, die am Mittwoch im Forum-Terrassensaal stattfand.

Ein Klima der Angst und der Einschüchterung wie bisher dürfe es nicht geben, soll sie gesagt haben. Und ein Verfahren, wie es bei der Trennung der Stadtplanung von der Bauaufsicht gelaufen sei, dürfe sich nicht wiederholen. Für die Rede der Vorsitzenden gab es sogar Zwischenapplaus.

Dem Oberbürgermeister wird aus der städtischen Belegschaft ein teils verletzender, unangemessener und grober Umgangsstil vorgeworfen. Es ist von täglichen Anschnauz-Attacken und unkontrollierten Wutausbrüchen des 67-jährigen Verwaltungsleiters die Rede.

Buchhorn versicherte laut Teilnehmerangaben vor den Mitarbeitern, dass niemand Angst vor ihm haben müsse. Jeder könne zu ihm kommen, auch mit Rechtsbeistand. Die öffentliche Kritik sei nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Der Stadtchef will wieder regelmäßige Mitarbeitergespräche einführen. Dieses Führungsinstrument hatte Buchhorn selbst abgeschafft.

Er soll auch betont haben, dass die Zeiten härter werden. Das Handeln der Verwaltung müsse sich aber weiter am Bürgerservice ausrichten. Angesichts der drohenden Personalengpässe werde die Stadt wohl bald über 50 Jahre alte Bewerber einstellen müssen. "Der Oberbürgermeister hat mich nicht überzeugt, er zeigte für mich keinen Willen zur Verhaltensänderung", sagten später städtische Mitarbeiter.

Kritik gab es zudem am CDU-Fraktionschef Thomas Eimermacher. Er hatte im Gespräch mit unserer Zeitung gesagt, unter Buchhorns Vorgänger Ernst Küchler habe die Stadtverwaltung "nicht stattgefunden". Zudem habe Buchhorn "manchen aus dem Schlaf geweckt". Bei Küchler hat sich der CDU-Mann entschuldigt.

(RP)