Kommentar: Der Zwang zum Hundekot-Beutel

Kommentar: Der Zwang zum Hundekot-Beutel

Die Politiker der Nachbarstadt Leichlingen rühren an einem besonders anrüchigen Thema: dem Hundekot. Die Bürgerliste Witzhelden-Leichlingen fordert mehr Hundekot-Beutel-Spenderboxen. Auf Antrag der FDP sollen die Kosten für die Beseitigung von Hundekot auf die Hundesteuer aufgeschlagen werden.

Die SPD prüft, ob nicht alle Hundehalter ständig einen Hundekot-Sammelbeutel bei sich tragen und auf Verlangen der Ordnungshüter vorzeigen müssen. Dies alles soll für kotfreie Straßen und Bürgersteige sorgen. Glauben die Politiker jedenfalls. Falsch gedacht. Das funktioniert nicht, wie die Realität zeigt. Wer die stinkenden Hinterlassenschaften seines Vierbeiners nicht wegräumt, muss in Leichlingen schon 35 Euro Strafe zahlen. Das ist in Leverkusen ähnlich. Strafen gibt es auch für das Wegwerfen von Zigarettenstummeln, Kaugummis und anderem Müll. Theoretisch. Die Bußgeld-Kataloge gibt es, angewandt werden sie zu selten. Und der gesellschaftliche Druck fehlt. Das stinkt zum Himmel. (US)

(RP)
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