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Der Umbau Hitdorfer Straße in Leverkusen startet

Bauarbeiten : Der Umbau Hitdorfer Straße läuft auch ohne offiziellen Spatenstich

Die Realisierung eines der umfangreichsten Projekte des Integrierten Handlungskonzeptes für Hitdorf (InHK Hitdorf) hat begonnen.

Fördergelder waren im August bewilligt worden, jetzt starteten die Umbauarbeiten im südöstlichen Teil der Hitdorfer Straße an der Einmündung Weidenstraße. Am Montag sollte Oberbürgermeister Uwe Richrath den Umbau offiziell mit einem Spatenstich eröffnen. Das Coronavirus ließ den Termin platzen. Die Bauarbeiten werden – so ist es zumindest vorgesehen – wie geplant fortgesetzt. Deshalb müssen Anwohner in den nächsten Wochen mit Lärm und Dreck rechnen.

Wenn Anfang 2021 alles fertig ist, soll sich ein verschönertes Straßenbild bieten. So werden allein  im ersten Bauabschnitt 14 Bäume gepflanzt, 1700 Quadratmeter Asphaltdecken und 820 Quadratmeter Gehwege erstellt. Im Sommer wird der zweite Bauabschnitt zwischen der Straße „Am Werth“ und der Fährstraße in Angriff genommen. Aus Sicht der städtischen Planer und unter Regie der Technischen Betriebe der Stadt (TBL) soll der Umbau nicht nur den gesamten Bereich mit Straßenbäumen, Bürgersteigen, neuem Straßenbelag in Verbindung mit energiesparenden Straßenbeleuchtungen aufwerten. Er soll vor allem den Verkehr anders lenken, um den Ortskern zu entlasten.

Wie in einer Einbahnstraße werden künftige Fahrten Richtung Monheim bevorzugt über die Ringstraße gelenkt, der Gegenverkehr rollt über die Hitdorfer Straße. Auf beiden Straßen gilt Tempo 30, bei Begegnungsverkehr hat die jeweils bevorrechtigte Seite Vorfahrt.

Einige Hitdorfer freuen sich, dass es endlich losgeht. Schließlich ist die Straße mit Schlaglöchern durchzogen. „Es wird ein Segen sein, wenn sie wieder so hergerichtet wird, dass nicht alle Häuser wackeln, sobald Busse oder Lkw vorbeifahren“, kommentiert Bernd Bilitizki. Im Gegensatz zu ihm fordern Anhänger der Initiative „Verkehrskonzept Hitdorf mit Umgehungsstraße“: „Die Ringstraße muss komplett verkehrsberuhigt und die Umgehungsstraße dringend realisiert werden.“ Während der Bauzeit bleibt der Bereich gesperrt und wird über Ring- und Langenfelder Straße umgeleitet. Busse fahren über die Ringstraße. Nur Anlieger dürfen  die Strecke noch nutzen. Parallel zum Straßenbau lässt die EVL ihre Wasserversorgungsleitungen erneuern.

Die Investitionen belaufen sich auf rund 4,5 Mio. Euro. Grundstückseigentümer müssen sich beteiligen. Die Gesamtkosten abzüglich der Anliegerbeiträge werden zu 80 Prozent vom Land gefördert.