Der Schlebuscher Martinsmarkt samt großem Laternenumzug lockt Besucher

Schlebuscher Traditionsfest : Martinsmarkt – auch für Grünkohlfans

Von Deko bis Gaumenschmaus hatte Schlebusch am Wochenende viel zu bieten. Höhepunkt: der Laternenumzug.

Zum 24. Mal lockten Kunsthandwerker und zahlreiche Leckereien zum gemütlichen Martinsmarkt der Werbe- und Fördergemeinschaft (WFG) in die Schlebuscher Innenstadt. Besonders zum Abend hin füllte sich die Fußgängerzone mit vielen Familien und Kindern, die mit ihren leuchtenden Laternen und singend auf den heiligen Martin auf seinem Pferd warteten.

Bei Einbruch der Dunkelheit profitierte der kleine Martinsmarkt von einem besonderen Ambiente: „Zum Vormittag hin waren wohl nicht so viele Leute hier“, äußerte Niklas Petersen, Leiter der Schlebuscher Pfadfinder. Wie in jedem Jahr waren auch sie wieder mit dabei um leckeren Apfelpunsch, heiß-dampfende Käsespätzle und selbst gemachte und bunt verzierte Bruchschokolade anzubieten.

Das Licht der Geschäfte strahlte auf die Fußgängerzone, wo diverse Kunsthandwerker ihre Produkte anpriesen. Die funkelnden Schmuckstücke, Halsketten und Ringe, aber auch Windspiele aus poliertem Metall und Glas glänzten im Licht der Lämpchen. Kleine Schneemänner aus Keramik, grinsende Nikoläuse und bunter Adventsschmuck gepaart mit dem Geruch von gerösteten Nüssen und Apfelpunsch versprühten einen Hauch Weihnachtsstimmung.
„Seit dem ich hier in Schlebusch wohne, komme ich jedes Jahr zum Martinsmarkt“, sagte Ingrid Baur, die in unmittelbarer Nähe zu Kirche und Grünkohlwagen stand, zwei Laternen in der Hand. Ja, auch sie würde am Abend mit den Enkeln dem heiligen Martin auf dem Pferd folgen. „Es ist immer ganz toll, wenn sich alle auf dem Platz treffen und sich mit Liedern einstimmen.“ Auch für ihren Mann ist der Besuch des Martinsmarktes ein fester Termin. „Der Grünkohl ist wieder hervorragend“, sagte er, während er einen Bissen zu sich nahm. Seine Frau schmunzelte. „Er kommt nur wegen des Grünkohls.“ Außer ein wenig mehr Musik würde das Paar nichts an dem Schlebuscher Martinsmarkt ändern wollen: „Er ist gemütlich, so wie er ist, das reicht uns vollkommen.“

Der 29-jährige Niklas Petersen und sein gut 20-köpfiges Team schien mit dem Verkauf des Abends zufrieden zu sein. „Wir werden natürlich auch am Sonntag wieder hier stehen.“ Rund zwei Wochen im Vorfeld hatten sich Mitglieder des insgesamt rund 90-köpfigen Pfadfinderstammes getroffen, um die selbstgemachten Produkte, Marmelade und Schokolade etwa, vorzubereiten. „Wir teilen uns in Teams auf, jeder bekommt eine Aufgabe“, berichtete Niklas Peteresen. Nur das Backen der Kekse ist eine gemeinsame Aufgabe.

Der Erlös der beiden Markttage, erklärte der Leiter, werde hinterher für Ausflüge und Aktivitäten verwendet. Das unterstützten dann auch viele Besucher.