Leverkusen: Der große Marianum-Rad-Check

Leverkusen : Der große Marianum-Rad-Check

Viele Schüler kommen täglich mit dem Fahrrad zur Marienschule. Gestern mussten sogar alle Fünftklässler aufs eigene Rad steigen, denn darum drehte sich der komplette Unterricht für die Eingangsklassen.

Jedes Jahr organisiert die Schülervertretung einen solchen Projekttag, der zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen soll. Theoretische Kenntnisse werden aufgefrischt, Balance trainiert oder Räder auf Sicherheitsmängel untersucht. Dieses Mal hatte Sven Czech aus der Stufe zehn die Organisation übernommen, und viele Oberstufenschüler unterstützten ihn bei der Betreuung von acht verschiedenen Stationen auf beiden Schulhöfen.

Alle Schüler hatten anhand einer Checkliste den einwandfreien Zustand ihrer Räder zu kontrollieren. Außerdem wurde deutlich gemacht, wie wichtig ein Helm ist. Mit einem passenden Helm, in diesem Fall eine kleine Puppenversion, blieb sogar ein rohes Ei ganz, wenn man es auf den harten Boden fallen ließ. Wirklich Werbung musste man dort aber eigentlich nicht mehr für den Fahrradhelm machen, denn kein einziger Fünftklässler war gestern "oben ohne" gekommen.

Dennoch sagte Verbindungslehrer Andy Schober, der den Sitz der Helme kontrollierte: "Es ist wirklich erschreckend, wie viele Helme gar nicht passen." Einige trugen zum Radfahren ungeeignete Skaterhelme, andere seien nicht auf die Kopfgröße des Trägers abgestimmt. Und bei fast allen Kindern mussten die Haltebänder richtig eingestellt werden. Einige waren so lose, dass der Helm hin- und herrutschen konnte, andere verdreht oder das herunterhängende Ende so lang, dass es der Trägerin beim Sturz ins Auge fliegen würde.

Um das theoretische Wissen über Verkehrsregeln und -schilder zu überprüfen, gab es ein Quiz, bei dem ein Tagessieger ermittelt wurde. Die Frage zum toten Winkel konnten jedenfalls alle spielend beantworten, die kurz zuvor draußen auf dem Schulhof selbst in das Führerhaus eines Lkw gestiegen waren. "Die Kinder da hinten habe ich spielen sehen", sagte die elfjährige Nina, nachdem sie vom Fahrersitz und dann vom Beifahrersitz aus in die Spiegel geschaut hatte. Nicht gesehen hatte sie die Personen neben der Beifahrertüre. Die ganze Breite des toten Winkels hatten Fahrschulleiter August Westermann und sein Mitarbeiter mit Bändern für alle sichtbar markiert.

Zum ersten Mal stand bei einer solchen Aktion ein Lkw der Fahrschule auf dem Schulhof. "Wir unterstützen alles, was der Verkehrssicherheit dient, wenn wir es irgendwie möglich machen können", sagte Westermann, bei dem mit dem Marianum zum ersten Mal eine Schule angefragt hatte.

(mkl)