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Der Feinkochtopf in Leverkusen hat jetzt mehr Platz

Serie Mein Laden : Der Feinkochtopf hat jetzt mehr Platz

Sascha und Monika Weidner nutzten die Corona-Pause für den Umzug ihres Feinkostladens in größere Räume. Das neue Ladenlokal an der Kölner Straße 59 bietet viel mehr Möglichkeiten als der alte und sehr viel kleinere Standort auf der anderen Straßenseite.

An der Adresse hat sich nur die Hausnummer geändert. Auch dem Konzept sind Feinkochtopf-Inhaber Sascha Weidner und seine Mutter Monika Weidner treu geblieben: selbst hergestellte Marmeladen, Soßen, Ketchups und pikante Soßen, eingekochte Suppen, hochwertige Gewürze, Gewürzmischungen ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe, feine italienische Sugos, Honig, Tee und Schamong-Kaffee. Vertraut erscheinen die Regale aus naturbelassenem Holz mit verschiedenen Marmeladen aus der eigenen Feinkost-Küche. Die ist das Reich gelernten Konditors Sascha Weidner, der jetzt einen großen, hellen und professionell ausgestatteten Arbeitsplatz bekommen hat.

Tatsächlich sind es dieselben Möbel wie vorher, die hier mit Zwischenteilen an die Neubau-Wände angepasst sind. Alles selbst gemacht, wie auch die übrige Einrichtung, für die gebrauchtes Holz mit neuem ergänzt wurde. Denn die Tische, auf denen erlesene Süßwaren angeboten werden sind deutlich größer als vorher und können dank Klimaanlage nun das ganze Jahr über gefüllt sein. Neu im Sortiment ist nun auch eine Auswahl an Porzellan, Geschirrtüchern, Sets und Decken der Firma Greengate. Die haben die Feinköstler von Nicole Samet übernommen, nachdem sie ihr Geschäft Stubenküken in der Karlstraße aufgelöst hat. Dänisches Geschirr, das passt ebenso zum Lebensmittel-Sortiment wie zum Einrichtungskonzept, das auf moderne und zweckmäßige Schlichtheit und zugleich heimelige Atmosphäre setzt. Sogar für ein Klavier hat man noch ein Plätzchen gefunden.

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Dass die Inhaber schon häufiger in Dänemark Urlaub machten, sieht man einfach. Unter anderem an der Farbgestaltung in Grau-blau-Tönen. Tiefes Dunkelblau hebt den Thekenbereich ab, der gleich mit Plexiglas zum Corona-Schutz eingehüllt wurde. Anfang März hatten Weidners das alte Geschäft für einen Monat geschlossen. So war es geplant, um genügend Zeit für Umzug und die Möbel-Anpassung zu haben.

Der Lockdown habe sie so gar nicht getroffen, erzählt Monika Weidner, die in der ersten Corona-Phase außerdem das Online-Geschäft ausbaute. Allerdings ging die Arbeit nicht ganz so schnell voran wie vorgesehen, weil Helfer wegen der Kontaktbeschränkung ausfielen. Tatsächlich dauerte alles doppelt so lange, bis man endlich eröffnen konnte. Bewusst ganz still und ohne große Ankündigung, um zu großen Andrang zu vermeiden und Kunden nicht etwa wegschicken zu müssen. Die alten Stammkunden, die schon früher den Mittagstisch genossen haben, waren sofort wieder da. Und inzwischen haben neue den besonderen Feinkostladen für sich entdeckt. Inzwischen sind auch wieder täglich die Plätze zum Essen im Café-Bereich besetzt. 16 sind es eigentlich, aber wegen Coronaschutz sind derzeit nur sieben gleichzeitig zu besetzen. Sie haben deswegen die Zeiten ausgeweitet, um mehrere Personen nacheinander bedienen zu können, erklärt Monika Weidner. Ab zwölf Uhr kann das täglich wechselnde Mittagsgericht geordert werden, das es auf Bestellung auch zum Mitnehmen gibt - umweltschonend verpackt in wiederverwendbare Weck-Gläser. Der Wochenplan hängt an der Tür und ist im Internet abrufbar. Am Nachmittag gibt es frisch gebackene Kuchen und Torten.