Leverkusen: Der erste Mini als Elektroauto

Leverkusen : Der erste Mini als Elektroauto

BMW-Händler Kammann präsentierte den neuen Mini E. Er wird von einem 200 PS starken Elektromotor angetrieben und hat eine Reichweite von 240 Kilometern. Doch in Serie gibt es ihn noch nicht.

"Alles war sehr geheimnisvoll", schildert Verkaufsberaterin Nastassia Seefeldt. Nicht offen, wie bei Autotransportern üblich, sei der Mini E angeliefert worden, sondern im geschlossenen Container.

Derzeit wird das Fahrzeug nur ausgewählten Privat- und Firmenkunden in ganz Deutschland präsentiert. Auch dem Leverkusener BMW-Händler Kammann ist es gelungen, obwohl es im Vorfeld nicht leicht gewesen sei, beschreibt Junior-Chef Thomas Kammann, als er sich in Höhe der "Wacht am Rhein" auf viele interessante Gespräche freute.

Elektroauto zu Forschungszwecken

Auf den ersten Blick wirkt das Forschungsobjekt wie ein ganz "normaler" Mini — wenn nicht an beiden Seiten ein großes Logo und auf der Rückseite der Schriftzug "Forschungs-Elektroflitzer" prangen würde. Dass das Elektro-Fahrzeug etwas Besonderes darstellt, ist rein äußerlich spätestens bei einem Blick in den Kofferraum zu erkennen: Es ist vollgestopft mit sauber verstauter Technik.

Ein völlig neues Fahrgefühl eröffnet sich der Berichterstatterin bei der anschließenden Probefahrt. Obwohl der Motor bereits läuft, ist nichts, aber auch gar nichts zu hören. Wie laut plötzlich alle anderen Umweltgeräusche sind! Zumal es im Auto, trotz geöffneter Fenster, völlig leise ist. Das einzige Geräusch verursachen die Reifen. Leise und schnell surrt das Elektro-Auto durch den Verkehr.

Der Mini E wird von einem 200 PS starken Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus einem, speziell für die Nutzung im Mini entwickelten Lithium-Ionen-Akku bezieht und seine Kraft nahezu lautlos und emissionsfrei über ein einstufiges Stirnradgetriebe an die Vorderräder überträgt. Die Batterie ermöglicht eine Reichweite von mehr als 240 Kilometern.

Leider gibt es diesen Mini noch nicht in Serie — obwohl BMW als weltweit erster Hersteller eine Flotte von mehr als 500 rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen für die private Nutzung plant. Wann das Vorhaben realisiert wird, steht nicht fest. Erst müsse man sehen, wie sich die Akkus entwickeln und sich die Infrastruktur weiter ausbaut, sagte Verkaufsberater Mirsad Alagic.

Elektroautos noch selten

In Leverkusen gibt es derzeit eine Tankstelle, an der Strom aus der Steckdose "getankt" werden kann, und zwar im Parkhaus City-Center. Noch kann man dort kostenlos tanken. Reine Elektroautos sind allerdings noch selten auf den Straßen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Elektroautos auf der Shanghai Auto Show

(RP)
Mehr von RP ONLINE