Der Busbahnhof Opladen wird oben grün

Bahnstadt Opladen - Westseite : Busbahnhof Opladen wird oben grün

Oberirdische Arbeiten beginnen. Kostenrahmen von sechs Mio. Euro soll gehalten werden. Bald neuer Weg für Busse.

„Wiesdorf bekommt einen Busbahnhof mit Goldkante, Opladen muss das Nachsehen haben“, hatte Markus Pott (Opladen Plus) vor einiger Zeit zu den Busbahnhofplänen kritisiert. Konkret: Wiesdorf bekomme ein spektakuläres Dach, Opladen nicht.   „Wir sind daraufhin nochmal in uns gegangen“, sagt Bahnstadt-Chefin Vera Rottes am Donnerstag. Die Lösung der Diskussion auch im Bahnstadt-Aufsichtsrat: Der  neue Busbahnhof Opladen bekommt oktagonale Dächer mit Begrünung. Die Windschutz­elemente werden mit der Stadtsilhouette von Opalden und dem Hinweis auf den Campus Leverkusen beklebt. All das soll dem Busbahnhof eine eigene Identität und Atmosphäre verschaffen.

Noch ist beides auf dem Baufeld nicht zu erkennen, dafür werden auf den Flächen aus Kies (liegt dort, wo später die Busfahrspuren sein werden) und Sand (liegt dort, wo später die Wartehäuschen und der Hauptsteig hinkommen) langsam Formen erkennbar: Randsteine für die Bushaltestellen, Asphalt für die Verlängerung der Goethestraße auf die Europa-Allee. Die Baustelle hat bisher darunter stattgefunden. „Auf 6500 Quadratmetern Busbahnhof und 2000 Quadratmetern Goethe­straße  sind bis Ende Juli Kanalarbeiten gelaufen“, erläutert Klaus Timpert (TBL) beim Ortstermin.  Der Straßenbau werde in zwei Losen ausgeschrieben, zum einen die Arbeiten im Untergrund mit Versorgungs- und Entwässerungsleitungen, die Randeinfassungen, von denen etliche sichtbar sind, die Haltestellen und die Fahrbahnen in Beton. Im zweiten Los, das noch zu vergeben ist, geht es etwa um Oberflächen im Wartebereich.

 Ab Oktober sollen die Gründungsarbeiten für das große Mitteldach starten. „Derzeit wird im Büro die Statik berechnet“, berichtet Timpert. Im Herbst beginnen auch die Arbeiten an den kleinen Haltestellen-Häusern im nördlichen Bereich des Busbahnhofs. Im November soll die Vergabe für die südlichen Wartehäuschen über die Bühne sein. Bewusst haben sich Bahnstadt und TBL dafür entschieden, keine große Vergabe zu machen, sondern  kleinere, damit die verschiedenen Arbeiten fachmännisch und kompetent ausgeführt werden können, merkt Vera Rottes an. Das große Dach werde zum neuen Jahr aufgesetzt. Später folgt die Bepflanzung auf besonderen Matten. „Sie muss leicht sein, leicht gepflegt werden können und Hitze vertragen. Es werden Flechten und Steingewächse, keine Blumenwiesen“, verrät Vera Rottes. Sie sagt auch, dass ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild des Fußbodenbelags der Westseite von allen Beteiligten geplant ist. „Es soll ein Guss werden, aber keine homogene Fläche.“ Die Auswahl von muschelkalkartigen Steinen laufe.

Bis Oktober 2020 muss der neue Busbahnhof fertig, der alte abgebaut sein, denn dann braucht Investor Momentum ein freies Baufeld für das Bahnhofsquartier. Derzeit liege der Busbahnhof gut im Zeitplan, sagt Timpert. Auch bei den Kosten gehen die TBL nach aktuellem Stand davon aus, dass die vorgesehenen sechs Millionen Euro  eingehalten werden. „Allerdings ist auch noch nicht alles vergeben“, schränkt er ein.

Klaus Timpert und Vera Rottes auf dem Baufeld. Dort wird es auch einen Pausenabstellbereich für die Busse geben und einen Taxistand. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Busfahrer können sich schon an neue Wege gewöhnen. Ab 26. August werden sie von der Goethe­straße über deren Verlängerung um den neuen Busbahnhof herum auf die Freiherr-vom-Stein-Straße geführt, weil das Baufeld bis an die Häuserzeile  zwischen Goethes- und Bahnhofstraße erweitert wird.

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