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Leverkusen: Decathlon als Ergänzung zu Stadtmitte-Geschäften

Leverkusen : Decathlon als Ergänzung zu Stadtmitte-Geschäften

Leverkusen kann mit China oder den Vereinigten Arabischen Emiraten gleichziehen: In diesen Ländern stehen Filialen des französischen Sportkaufhaus-Unternehmens "Decathlon", das weltweit 534 Geschäfte betreibt.

In Deutschland sind es bislang 12 Filialen, drei weitere sollen dieses Jahr eröffnet werden. Leverkusen könnte um das Jahr 2014 ebenfalls Standort von Decathlon werden.

Der heiße politische Streit um die Ansiedlung hat am Freitag in der Sonderratssitzung neue Nahrung bekommen (Wir berichteten). Die Bayer-Immobilienabteilung Real Estate hat einen Trumpf auf den Verhandlungstisch geworfen und dem Decathon-Expansionsleiter Thomas Weidner das Grundstück "Bayer-Autohof" zwischen Bayer-Lkw-Pförtner und Willy-Brandt-Ring angeboten. Rechtlich ist der Bau des Kaufhauses auch dort (noch) nicht zulässig. Der Autohof gilt als Gewerbegebiet, ein Einzelhandelsgeschäft wie "Decathlon" darf dort nicht hin. Dies ließe sich in ca. drei Jahren rechtlich anpassen, sagt die Stadtspitze grundsätzlich. Knackpunkt der Ansiedlung ist die Frage, ob das Sportkaufhaus die Wiesdorfer City-Geschäfte schädigen könnte. Ist dies laut Gutachter der Fall, gibt es nach heutigem Stand keine Baugenehmigung.

Ohne Zweifel ist: Alle Ratsfraktionen wollen die Ansiedlung der Franzosen in Leverkusen. Alles ist dabei eine Frage des Standortes. Die SPD-Fraktion sieht Decathlon ganz in der Nähe des Smidt-Möbelhauses als wünschenswerte Ergänzung zur City. Speziell mit Blick auf die Neubebauung des Ganser-Geländes und auf die Erweiterung des Sponti-Möbelmarktes, die Smidt gegenüber dem Bayer-Autohof realisieren darf.

Decathlon biete "schwerpunktmäßig" schwere und großvolumige Sportgeräte - eine Konkurrenz zu City-Geschäfte sei deshalb auszuschließen, betont die SPD und fordert grünes Licht für die Fanzosen.