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Leverkusen: "de Fööss" riechen Karneval

Leverkusen : "de Fööss" riechen Karneval

Man kennt sich – das Publikum seine Bläck Fööss und die Kölner Kultband ihre Fans. Da war die Vorhersage, dass es ein stimmungsvoller Abend im Opladener Scala werden würde, nicht schwer. Es wurde kräftig geschunkelt und mitgesungen. Schließlich traten die Mundartsänger aus dem "Leverkusener Vorort Köln" (wenn man es rein fußballerisch betrachtet) bereits zum dritten Mal zu einem Doppelkonzert in "Opladens Jazztempel", wie Bläck-Fööss-Mann Peter Schütten das Scala ehrfurchtvoll bezeichnete, auf.

Man kennt sich — das Publikum seine Bläck Fööss und die Kölner Kultband ihre Fans. Da war die Vorhersage, dass es ein stimmungsvoller Abend im Opladener Scala werden würde, nicht schwer. Es wurde kräftig geschunkelt und mitgesungen. Schließlich traten die Mundartsänger aus dem "Leverkusener Vorort Köln" (wenn man es rein fußballerisch betrachtet) bereits zum dritten Mal zu einem Doppelkonzert in "Opladens Jazztempel", wie Bläck-Fööss-Mann Peter Schütten das Scala ehrfurchtvoll bezeichnete, auf.

Scala-Manager Fabian Stiens deutete an, dass es im nächsten Jahr womöglich sogar ein Dreier-Pack geben könnte, so groß sei die Nachfrage nach den Tickets der Kölner Band gewesen. Am Dienstag und gestern jedenfalls waren die beiden Konzerte ausverkauft. Dabei feiern die "nackten Füße" im nächsten Jahr bereits ihr viertes närrisches Jubiläum — viermal elf, also 44 Jahre — und haben inzwischen auch mindestens genauso viele Alben veröffentlicht. Das ist nur möglich bei einem abwechslungsreichen Repertoire, auch wenn einige wirklich alte "Gassenhauer" wie "Drink doch ene met" präsentiert wurden.

Aber gerade dieses Lied vom alten Mann, der vor der Wirtschaftstür steht und so gerne etwas trinken würde, aber viel zu wenig Geld hat, passt einfach zu gut in die mitfühlende Vorweihnachtszeit. 25 Stücke aus ihrem Repertoire hatten sich "de Fööss" für ihre Opladener Fans ausgesucht, musikalisch vom Swing bis zum Samba war alles dabei.

Der neue Song "Et rüch noh Karneval" im fetzigen Soul-Stil dürfte wieder ein Gassenhauer werden, allein weil der Text die kölschen Eigenarten auf die Schippe nimmt. Kostprobe: "... un es d'r Zog vörbei, dann sto' mer nevven de Dixie-Klos en der letzten Reih ... et rüch noh Karneval". Erstaunlich, dass die Bläck Fööss ihr "Rut un wiess", was als Hymne auf den FC Köln verstanden werden kann, im "Fußball-Feindesland" Leverkusen anstimmten — und ein Publikum fanden, das kräftig mitsang.

Aber womöglich sehen diese Parteilichkeit nur noch einige wenige so. Der Tourneeplan für 2014 sieht etwa nicht weniger als vier Konzerte hintereinander vor — in Düsseldorf. Wo allein der Streit zwischen Alt und Kölsch, Helau und Alaaf eigentlich keine Aussöhnung zulässt. Aber bei den "Fööss" ist alles möglich.

(sg-)