Leverkusen Das Schnee-Chaos geht weiter

Leverkusen · Wetter-Chaos hoch tausend: Stundenlanger Schneefall, kilometerlange Staus, gesperrte Straßen und Autobahnen bestimmten Montagabend und Dienstagmorgen das Bild in und um Leverkusen und Leichlingen. Und das war erst der Anfang – Meteorologen sagen für die nächsten Tage noch mehr Schnee, noch mehr Eis und noch mehr Bibber-Kälte voraus.

14. Dezember 2010: Die ersten Bilder vom neuen Schneechaos
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Wetter-Chaos hoch tausend: Stundenlanger Schneefall, kilometerlange Staus, gesperrte Straßen und Autobahnen bestimmten Montagabend und Dienstagmorgen das Bild in und um Leverkusen und Leichlingen. Und das war erst der Anfang — Meteorologen sagen für die nächsten Tage noch mehr Schnee, noch mehr Eis und noch mehr Bibber-Kälte voraus.

"Die Warnungen laufen auf Hochtouren", sagt Carsten Brandt von donnerwetter.de. "Da rollt ein Tiefdruckgebiet auf uns zu, das uns Schneemengen von bis zu zehn Zentimetern bringen wird. Donnerstagabend wird es extrem glatt."

Für Freitag sagt der Experte wieder vier Zentimeter Schnee voraus, bei bitterkalten minus 10 Grad gibt's am Samstagmorgen — na klar — wieder Schnee. "Und Montag kommt dann erst der richtige Schnee-Hammer", prophezeit Brandt. "Zehn Zentimeter fallen da locker."

Die Autofahrer haben sich scheinbar langsam an den rutschigen, weißen Straßenbelag gewöhnt. Denn: In Leverkusen haben sich laut Polizei Köln von Montag auf Dienstag nur drei witterungsbedingte Unfälle ereignet. Verletzte gab es nicht. Ein ähnliches Bild in Leichlingen.

Die Anzahl der Einsätze von Feuerwehr und Polizei war gleich null. Gut zu tun hatten die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL). Montagabend waren 13 Mitarbeiter mit acht Groß- und fünf Kleinfahrzeugen unterwegs, um zu räumen. In der Nacht zum Dienstag kamen weitere 40 Mitarbeiter hinzu. 125 Tonnen Salz hat die Stadttochter noch eingelagert. Im Laufe des gestrigen Tages sollten 50 weitere hinzukommen. Zusätzlich wird Granulat gelagert. Ebenfalls gerüstet ist die Stadt Leichlingen: "Wir haben die Lager wieder voll", sagte Tiefbauamtsleiter Jürgen Krey. Zwar habe es kräftig geschneit, doch Beschwerden aus der Bevölkerung gab es laut Krey nicht.

Schneebretter sind Ärgernis

Schneebretter, die von Hausdächern auf Passanten herunterkrachen, sind in diesem Winter scheinbar ein großes Ärgernis. Aber wer haftet für Schäden oder Verletzungen, die dadurch angerichtet werden? Volker Winands, Geschäftsführer des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer Vereins Leverkusen, weiß: "Als Hauseigentümer habe ich eine Verkehrssicherungspflicht. Wenn das andauernd passiert, muss der Eigentümer schon mal rauf aufs Dach und den Schnee beseitigen." Hat man rutschige Sonnenkollektoren, sollte man über die Anbringung eines Schneefanggitters nachdenken.

(RP)
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