Das Karnevalszelt wird nur in Opladen aufgebaut

Wenig Interesse in Wiesdorf : Karnevalszelt wird nur in Opladen aufgebaut

Der Wiesdorfer Standort hat sich nicht bewährt. Zuletzt fanden immer weniger Gäste den Weg ins Zelt.

Die Veränderungen, die Johannes Brüls bereits im Vorjahr andeutete, haben sich nun bestätigt. „Das Karnevalszelt wird künftig nur noch in Opladen aufgebaut“, erläuterte der Veranstalter, der im Hauptberuf als Geschäftsführer der Langenfelder Firma Latteyer tätig ist. Zwischenzeitlich hatte er sogar überlegt, ganz aufzuhören. Doch, weil Karneval und Brauchtum für ihn „echte Herzensangelegenheiten“ sind, setzt er sein Engagement fort.

Erstmals vor zwölf Jahren baute der Ingenieur seine Karnevalszelte in Opladen und Wiesdorf auf. Warum das Angebot speziell in Wiesdorf immer weniger angenommen wurde, vermag er nicht zu sagen. „Wir haben alles Mögliche versucht“, sagte Brüls, „finden aber keine Erklärung.“ Nachdem er zuletzt nur noch 150 Gäste hatte, musste er die Reißleine ziehen. Objektiv sei das zwar die richtige Entscheidung, dennoch fühle sie sich wie eine Niederlage an, bekannte Brüls, der sich auf Opladen fokussieren will. Das Zelt auf dem Marktplatz funktioniere gut und sei – trotz Gesamtkosten im mittleren fünfstelligen Bereich  – wirtschaftlich tragbar. Streng kaufmännisch betrachtet wäre es zwar besser, auch diese Investition wegzulassen. Aber darum gehe es nicht alleine, denn er habe Freude an generationenübergreifenden Festen. Überhaupt funktioniere die Zusammenarbeit mit den Opladener Vereinen hervorragend, so dass er überzeugt sei, „das sich Zelt in Opladen  – wenn gewünscht  – noch lange halten kann.“

Der Aufbau beginnt am Freitag, die Hälfte des Marktplatzes ist dann für den PKW-Verkehr gesperrt. Sofort am Sonntag startet die Herrensitzung der KG Neustadtfunken (16. Februar), die mit dem Fest „Dat jitt et nur bei uns“ (22. Februar) zu den erfolgreichsten Offerten zählen. An Weiberfastnacht steigt die Party ab 16 Uhr. Die nahezu ausverkaufte Schülerparty am Freitag ist neu in Opladen, sie war bislang in Wiesdorf. Das Besondere: Schüler erhalten nahezu die Hälfte des Eintrittspreises für ihre Abi-Kasse. Zum Leidwesen von Brüls interessieren sich offenbar mehr Schüler aus Wiesdorfer Gymnasien für das Event als Pennäler aus Opladen.

Die Preise für Getränke bleiben stabil. An Weiberfastnacht und bei der After-Zoch-Party am Rosenmontag wird erstmals ein Eintritt (fünf Euro) erhoben. Freien Eintritt gibt es am Samstag bei LaFuZo und am Sonntag beim Gottesdienst mit Pfarrer Teller. Zur Unterstützung werden Thekenbedienungen gesucht. Bewerbung unter jobs@karnevalszelt.de