Leverkusen: Das Beste am ersten Schuljahr

Leverkusen : Das Beste am ersten Schuljahr

Marius Wölfel war das RP-i-Dötzchen 2007. Kurz vor dem Start der zweiten Klasse berichtet der Siebenjährige unverblümt über seine Schulerlebnisse und seine ersten echten Sommerferien. Eine Bilanz.

Marius hat zugenommen. Mit 20 Kilo Körpergewicht startet er nächste Woche in die zweite Klasse. Immerhin zwei Kilo mehr als bei seiner Einschulung voriges Jahr. Zwei Kilo mehr, die den Tornister, pardon, im Grundschulfachjargon heißt der ja Toni, am Montag zur Schule tragen werden. Denn der Toni hat auch an Gewicht zugenommen. Mehr Rechenaufgaben drin.

"Rechnen, das finde ich gut", sagt Marius beim Hausbesuch. "Da bin ich auch richtig gut. Da bin ich einer der Besten in der Klasse", lobt sich der Siebenjährige charmant selbst und schiebt den Lego-"Sternenzerstörer" übers Wohnzimmerlaminat. "Hab' ich zum Geburtstag bekommen. Im Urlaub bin ich sieben geworden. Da waren wir gerade in Spanien, und unsere Koffer waren weg, außer der vom Lukas, meinem Freund, der ist auch mitgekommen", plaudert Marius quietschfidel über die ersten Sommerferien. Zähneputzen habe man abends aber trotzdem müssen, weil er mit Mama und Papa nach dem Kofferverlust erstmal einkaufen war. "Und danach nur noch Strand, Strand, Strand", sagt der kleine Wiesdorfer keck.

Ewig keine Schwimmflügel mehr

Spielen am Strand auf Mallorca war nicht das einzige tolle Erlebnis in den ersten Schulsommerferien. Im Schwimmbad hat Marius mit seinem Opa fürs Seepferdchen-Abzeichen trainiert und die Prüfung denn auch bestanden. "Schwimmflügel?!, die habe ich schon ewig nicht mehr", sagt Marius etwas empört. Ewig nimmt er zur Schule auch kein Sandwich mehr mit — wie er es immer hatte mitnehmen wollen im ersten Schuljahr. Mittlerweile gibt es "Salami, Salami, Salami aufs Brot".

Und dann Frühstück bei Lea

Sonst sei aber alles gleich geblieben seit dem letzten RP-Besuch zwei Monate nach der Einschulung: Mit Zahlen ist Marius weiterhin besser Freund als mit Buchstaben ("Lesen und Schreiben finde ich doof"), die Wochenhausaufgaben liegen noch immer in der roten Mappe ("Wo denn sonst?!"), Kakao-Holdienst, Kehrdienst und Straßenschuhe-Ins-Regal-Räumen-Dienst ("Außer, wenn einer neue hat, die darf er anbehalten") verrichtet er noch immer mit Leidenschaft, und Lea ist noch seine Freundin ("Die besuch' ich in den Ferien noch, sogar schon zum Frühstück!").

Was war eigentlich das Beste am ersten Schuljahr? " Die Pause, natürlich, und Mädchenfangen", sagt Marius aus tiefster Überzeugung. Im zweiten Schuljahr wird's wohl so bleiben.

(RP)