Dank an die Feuerwehr nach Großbrand in Leverkusen

Großbrand in Hitdorf : „Unglaublich guter Job der Feuerwehr“

Besitzerin und Händler im Umfeld der ausgebrannten Lagerhalle sind dankbar für den schnellen und massiven Einsatz.

Als Wilhelmine Zunke am Montagmorgen an der Quarzstraße vor den Trümmern ihrer Lagerhalle steht, wirkt sie gefasst. „Wir sind froh, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist“, sagt sie leise. „Das gilt vor allem auch für die Feuerwehrleute.“ Und besonders wichtig ist ihr eins: Danke zu sagen. „Ich will mich ausdrücklich für den Einsatz der Feuerwehr bedanken, denn es hätte noch viel schlimmer kommen können“, sagt sie. Dass die Einsatzkräfte im Inferno des Feuers sich die Zeit nahmen, drei Schafe von einer Wiese gleich neben der Lagerhalle zu retten, hat Wilhelmine Zunke besonders beeindruckt. Die Tiere gehören ihrem Verwalter und hätten leicht ersticken oder durch herabfallende Brandteile verletzt werden können.

Drei Tage nach dem  Großbrand im Hitdorfer Gewerbegebiet, bei dem ein Drittel einer 5000 Quadratmeter großen Lagerhalle mit Wohnmobilen, Oldtimern und Möbeln komplett abgebrannt war, gehen viele der ansässigen Betriebe wieder ihrer Arbeit nach. Im benachbarten Reifenhandel mit Kfz-Betrieb wird geschraubt. Der Händler hatte Reifen in dem Teil der Halle gelagert, die die Feuerwehr durch ihren massiven Einsatz vor der Zerstörung retten konnte.  Die Folgen des Feuers hätten noch weit gravierender sein können, wäre es der Feuerwehr nicht gelungen, die Brandmauer zu halten, die Teile der Halle von einander trennte. Auch die Nachbargebäude  hielten die Helfer schadensfrei. Das war am Montag im Umfeld der Halle vielfach zu hören. Möglicherweise wäre dann eben auch das Reifenlager ein Raub der Flammen geworden, der Rauch intensiver.

Rund 200 Helfer in 70 Fahrzeugen waren  am Brandort, darunter Verstärkung aus Köln, Düsseldorf, Langenfeld und Monheim sowie das Technische Hilfswerk (THW) aus Bergisch Gladbach. Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Malteser  standen bereit, um mögliche Verletzte zu behandeln,  und sie versorgten die im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute noch während der Nacht mit Nahrung und heißen Getränken.

Die Taktik der Feuerwehr war aufgegangen. Umgehend informierte sie Anwohner über die Rauchwolke, die über Hitdorf hinwegzog, und forderte sie auf, Türen und Fenster zu schließen. Dann griff sie mit extra  großen Löschkanonen von vier Seiten die brennende Lagerhalle an. Kräfte des THW schlugen mit Hilfe eines Bagger eine Schneise. Zeitgleich drangen mit Atemschutz ausgerüstete Einsatzkräfte in das Innere der brennenden Halle vor. Dabei kam es zu Explosionen, eine Zwischenwand stürzte ein.

Auch Stefan Wiebusch, der nur wenige Schritte von der Lagerhalle als Inhaber beim Innenausstatter „Arbor“ Parkett, Türen und Gartenholz vertreibt, ist die Erleichterung anzumerken. „Wir hatten Glück im Unglück“, sagt er. Über die Katastrophen-App „Nina“ und einen Auszubildenden, der in der Nachbarschaft wohnt, hatte er am selben Abend vom Großbrand erfahren und war zum Geschäft gekommen. Den Einsatz der Feuerwehr erlebte er hautnah mit.     „Ich dachte sofort auch an unser Holzlager“. Der Gedanke, dass sich die Flammen weiter ausbreiten konnten, ließ den Händler erst wieder los, als das Feuer unter Kontrolle war. „Die Feuerwehr hat einen unglaublich guten Job gemacht“, sagt Wiebusch.       

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