Daniel Ottensamer beim Klassiksonntag in Leverkusen.

Drei Veranstaltungen : Ein Sonntag im Takt der Musik

Beim Klassiksonntag mit Einführungsmatinee im Schloss, offener Probe und Konzert spielt Daniel Ottensamer den Solo-Klarinettenpart.

Der Klassik Sonntag made in Leverkusen geht in die zwölfte Saison. Am Sonntag, 29. September, heißt es bei „KulturStadtLev“ wieder: Heute gehen die Uhren mal anders.“ Denn da gibt die Musik den Takt an.

Los geht es wie immer um 11 Uhr mit einer Einführungsmatinee im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich. Dirk Joeres erzählt etwas über die Musik und die Komponisten im abendlichen Konzertprogramm. Als Gesprächspartner ergänzte dabei Horst A. Scholz, der auch Klang- und Bilddokumente dazu abspielte. Wegen einer längerfristigen Erkrankung kann der Musikdramaturg an diesem Klassik Sonntag nicht dabei sein. Die KSL-Kollegen haben weder sein musikwissenschaftliches Knowhow noch die Kapazitäten, erklärt Forum-Dramaturgin Claudia Scherb. Immerhin bekomme man bald personelle Verstärkung. Ab 1. Oktober wird Brigitta Franzen die Krankheitsvertretung übernehmen und vornehmlich den Musikbereich betreuen.

Die Anspielprobe der Westdeutschen Sinfonia Leverkusen beginnt um 17 Uhr im Forum und ist öffentlich. Das eigentliche Konzert startet um 18 Uhr mit der Coriolan-Ouvertüre c-moll op. 62 von Ludwig van Beethoven. Im Zentrum der Veranstaltung steht das Konzert für Klarinette und Orchester Nr.1 c-moll op.26 von Louis Spohr, bei dem Daniel Ottensamer den Solo-Part übernimmt.

Der Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker gehört zu den führenden Klarinettisten der Gegenwart. Als Solist trat er mit „seinem“ Orchester, dem NHK Symphony Orchestra, dem Simon Bolivar Symphony Orchestra und dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Dirigenten wie Lorin Maazel, Andris Nelsons und Gustavo Dudamel auf. Außerdem ist Daniel Ottensamer Gründungsmitglied des Ensembles „Philharmonix“, das ein musikalisches Repertoire von Klassik über Jazz und Klezmer bis hin zu Latin-Sound und Swing abdeckt und 2018 den „Opus Klassik“ gewann.

Das 1809 fertiggestellte hochvirtuose Spohr-Konzert gilt als Meilenstein im Klarinettenrepertoire. Mit einem weiteren Meilenstein der Musikgeschichte kehren Dirk Joeres und seine Westdeutsche Sinfonia nach der Pause auf das Podium zurück.

Die Sinfonie Nr. 8 C-Dur von Franz Schubert ist „das Größeste, was in der Instrumentalmusik nach Beethoven geschrieben worden ist, selbst Spohr und Mendelssohn nicht ausgenommen.“ So begeistert beurteilte Robert Schumann das Werk seines Zeitgenossen.