Damensitzung der Roten Funken im Forum Leverkusen - ein jecker Erfolg

Rote Funken Leverkusen: Wiever machen Forum zum Hexenkessel

Stühle? Eigentlich über­flüssig bei der Damensitzung der Roten Funken. Die Frauen tanzten lieber zum Programm der Superstars des Fasteleers.

In eine Art Hexenkessel verwandelten hunderte bunt kostümierte Wiever das Forum, als die Karnevalsgesellschaft Rote Funken jetzt zur siebten Damensitzung eingeladen hatte. Zur Einstimmung gab es ein Gläschen Sekt. Danach ging die Post ab.

Die Frage „Habt ihr Lust auf Karneval?“, die Lothar Höveler zu Beginn stellte, war deshalb rein rhetorisch. Und ob die Mädels Lust hatten. Sie stellten es sofort unter Beweis und stimmten ins „Trömmelche“-Lied ein. Ganz ungewohnt hatte der Funken-Präsident in diesem Jahr keine Überraschung für sie parat. „Es ist schwer jedes Jahr etwas Neues zu bringen“, bemerkte er und ergänzte, dass er schon mit den Vorbereitungen für das närrische 111-jährige Vereinsbestehen beschäftigt sei, das Leverkusens größte Karnevalsgesellschaft in der Session 2020/2021 feiert.

Am Donnerstag feierten die Frauen vor allem ein rauschendes Fest, bei dem sie nach Herzenslust singen, tanzen und lachen konnten und bei dem sie sich selbst und den Karneval bejubelten. „Bei Frauen läuft die Party problemlos“, kommentierte dazu der zweite Vorsitzende Klaus Fings. „Eigentlich bräuchten sie keine Stühle, weil sie ohnehin die ganze Zeit stehen.“ Das lag auch am Programm, das gespickt war mit Superstars des Fastelovends: Musikgruppen wie Paveier, Klüngelköpp, Höhner, Querbeat und Brings gaben sich quasi die Klinke in die Hand, Redner wie Klaus und Willi, Martin Schopps und Ne Hausmann begeisterten mit Wortwitz.

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Den Auftakt übernahmen fünf Männer in Lederhosen. Mit Samba-Rhythmen und „Fastelovend am Strand“ brachten die „Boore“ den Saal in Nullkommanix zum Kochen, ehe sie unter anderem ihr neues Lied „Su oder su“ präsentierten. „Tut das gut, wieder bei euch zu sein“, gestand Frontmann und Sänger Hendrik „Hein“ Brock strahlend.

Einige waren als Hexen, andere als Froschköniginnen oder Schneefrauen verkleidet. In Flammen-Gewändern hatten 17 Frauen aus Lützenkirchen viel Spaß. „Hier können wir so richtig Gas geben“, bemerkte Gaby. „Tolle Stimmung, gute Atmosphäre und super Programm“, lobte Elvira, die mit 18 Schornsteinfegerinnen zum sechsten Mal aus Bergisch Neukirchen und Leichlingen gekommen war.

Apropos Programm: „Ich hätte auch gerne ein Tanzcorps engagiert“, sagte Literatin Anke Timm. Das lasse sich allerdings nicht realisieren, weil die Akteure zugleich Amateure seien und zu so früher Stunde arbeiten müssten. Aber die Tänzer der „Stattgarde ColoniaAhoj“ zum Schluss und Höhepunkt waren ein mehr als toller Ersatz.

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