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Currenta richtet an Chempark-Werkstoren Fieberscans ein

Vorsichtsmaßnahme am Werkstor : Currenta schaltet die Fieberscanner scharf

Sonderausweise für Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen wird es nicht geben – aber die Fieberscans an den Werkstoren des Chemparks.

An allen drei Niederrhein-Standorten, neben Leverkusen also auch Dormagen und Krefeld-Uerdingen, werden die Distanzscanner ab Mittwoch in Betrieb gehen, sagt Currenta-Sprecher Mathias Scheithauer. Am Dienstag laufe ein Testbetrieb, damit sich das Scan-Personal nochmal vorbereiten könne.

Nah an die in den Chempark einfahrenden Mitarbeiter und Besucher müssen Werkschützer aber nicht. Chemparkbetreiber Currenta setzt die Scanner auf Abstand ein. Mit ihnen wird aus einer Entfernung über zwei Meter die Körpertemperatur im Gesicht gemessen. Wer mit dem Auto vorfährt, muss die Scheibe runterlassen, damit der Scan funktioniert, an den Drehkreuzen wird direkt hinter dem Einlass gemessen. „Wir haben eine Temperaturgrenze dafür festgelegt, ist diese überschritten, darf derjenige den Chempark nicht betreten“, erläutert Scheithauer. Bei Mitarbeitern werde der Werksausweis dann vorläufig deaktiviert. Wie lange das Verfahren an den Toren angewendet wird, stehe noch nicht fest. Laufen am Dienstag die Scans noch stichprobenartig, werden sie ab Mittwoch obligatorisch für alle Mitarbeiter. Auch an den Besucherempfängen, den Ausweisbüros und an den Autohöfen werden die Scanner eingesetzt.

Falls das erste Fieber-Screening positiv ist, misst ein Werkschutz-Mitarbeiter noch einmal mit einem zweiten Gerät nach – kontaktlos. Der Messgerätabstand werde jedoch auf ein paar Zentimeter verkürzt. „Eine Erregerübertragung ist hierdurch ebenso wie beim Screening mit den Thermokameras ausgeschlossen“, betont der Sprecher. Ist auch das zweite Ergebnis positiv, werde der Mitarbeiter oder Besucher nicht in den Chempark eingelassen. „Abgewiesene sollten sich umgehend in Selbst-Quarantäne begeben und auf dem Heimweg alle Kontakte zu anderen Personen meiden“, rät Currenta den Betroffenen dringend.

Und: Mitarbeiter sollen auf Fahrgemeinschaften verzichten. „Sollte bei einer Person im Fahrzeug Fieber festgestellt werden, darf keiner der Fahrzeuginsassen den Chempark betreten.“

Abgesehen vom Fierberscan hat der Chemparkbetreiber am Wochenende für Mitarbeiter, die kein Home-Office machen können, eine App zum Coronavirus auf den Weg geschickt, die regelmäßig aktualisiert alle Infos für die Mitarbeiter auf ihren privaten Handys bereithält.