1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Coronavirus: Stadt Leverkusen untersagt alle Veranstaltungen

Corona-Prävention : Stadt untersagt alle Veranstaltungen

Kinos, Kneipen, Theater, Museen, Schwimmbäder und weitere Einrichtungen sind bis auf Weiteres zu. Gottesdienste fallen aus. Wochenmärkte dürfen stattfinden.

Das gewohnte Glockengeläut als Einladung zum Gottesdienst, es blieb am Sonntagmorgen aus. Das Erzbistum Köln stellte am Wochenende alle Gottesdienste bis Karfreitag, 10. April, ein. „Die Gläubigen sind gebeten, Gottesdienstübertragungen in Fernsehen, Radio oder Internet zu verfolgen. Eine Übersicht ist auf unserer Internetseite www.erzbistum-koeln.de zu finden“, heißt es aus Köln. Und: „Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten in der je üblichen Weise und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygieneregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben.“

Veranstaltungen, Kneipen, Wochenmärkte Das Stichwort Sonntagsruhe greift in Leverkusen nun wortwörtlich. Die Stadt hat am Samstag gemeldet: „Alle Veranstaltungen in Leverkusen sind ab Sonntag verboten.“ Die Regelung gelte bis auf Weiteres. Das Verbot umfasst – neben Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen – „musikalische und sonstige unterhaltende Darbietungen jeder Art in Gaststätten und in Nebenräumen mit Schankbetrieb (insbesondere Diskotheken, Clubs und Bars) sowie alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Tanz“, zählt die Stadt auf. Die Verwaltung nennt außerdem Theater- und musikalische Aufführungen, Filmvorführungen und Vorträge jeglicher Art, der Betrieb von Spielhallen. Auch Wettbüros müssen demnach schließen. Während Kneipen zumachen müssen, bleiben Restaurants und Gaststätten, „die mit einem Essensangebot der Versorgung dienen“, geöffnet. Weil auch Wochenmärkte der Nahversorgung der Bürger dienen, dürfen sie weiter stattfinden.

 Der Hinweis zu Gottesdiensten und Kirchenöffnungszeiten am Eingangsportal von St. Remigius.
Der Hinweis zu Gottesdiensten und Kirchenöffnungszeiten am Eingangsportal von St. Remigius. Foto: Miserius, Uwe (umi)
  • Kunst zum Angucken, wie hier im
    Kultur in der Pandemie : Virtuelle Museen verändern Kunst
  • Nach seiner Weihe zum Bischof überreichen
    Ehemaliger Stadtdechant Rolf Steinhäuser : Der Düsseldorfer, der nun das Erzbistum führt
  • Mitglieder des Vorstands der kfd Glehn:
    Frauengemeinschaft nicht nur für Katholiken : Glehner kfd plant wieder einige Veranstaltungen

Bäder/Sport Parallel zu den Schließungen der Leverkusener Schulen, hat der Krisenstab der Stadt festgelegt, dass alle Bäder ab sofort bis einschließlich 19. April geschlossen sind. Bedeutet. Das Calevornia, die Hallenbäder Wiembachtal und Bergisch-Neukirchen und die Schwimmhalle im MediLev in Schlebusch sind zu, die Kurse der Schwimmschule Aquavital fallen aus. „Es wird noch entschieden, ob eine Rückerstattung der Kursgebühren erfolgt oder ob die Kurse nachgeholt werden. Der Sportpark Leverkusen informiert über seine Homepage, sobald sich die Situation ändert und die Bäder und Saunaanlagen wieder öffnen“, merkt die Stadt an. Und empfiehlt im Zusammenhang mit der Schließung von Sportanlagen auch, dass Fitness-Studios zumachen.

Spatenstich Auch der von vielen wegen der Dauer der Planungen als Jahrhundertprojekt betrachtete Umbau der Hitdorfer Straße bekommt die Präventionsmaßnahmen zum Coronavirus zu spüren: Die Stadt hat auch den für Montag, 16. März, geplanten offiziellen Spatenstich an der Hitdorfer Straße abgesagt.

Weitere Regelung und Absagen:

Der Fachbereich Soziales ist grundsätzlich für Publikum geschlossen. „In Notfällen erfolgt eine Zugangssteuerung über den Sicherheitsdienst“, sagt die Stadt. Unterlagen sollen per Mail eingereicht werden (50@stadt.leverkusen.de), Rückfragen an den Sachbearbeiter nur telefonisch.

Kitas sind ab Montag geschlossen. Es werden Notbetreuungsangebote für „Eltern aus unverzichtbaren Berufsgruppen“ angeboten. Bedeutet. Kitas und Tagespflegepersonen (bis zur Einschulung) und Schulen (Klassen 1 bis 6) können „Kinder aufnehmen, deren Erziehungsberechtigte Angehörige zu bestimmten Berufsgruppen gehören, etwa in den Bereichen Gesundheitsversorgung und der Pflege, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, öffentliche Sicherheit und Ordnung einschließlich Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung, Lebensmittelversorgung und zentrale Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung. Eltern müssen die Zugehörigkeit durch einen schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers nachweisen. Bei Feuerwehr und Polizei genüge der Dienstausweis.

Museen und Co. Geschlossen sind ab Montag: NaturGut Ophoven, Jugendhäuser, Jugendkunstgruppen, Museum Morsbroich, die Hauptstelle der Stadtbibliothek. Auch das Koloniemuseum ist geschlossen.

Pflegeheime Bis zum 19. April gibt es strenge Auflagen. Je Bewohner darf es nur einen Besucher für maximal eine Stunde am Tag geben, und zwar nur noch auf dem Zimmer

Die Volkshochschule, die am Freitagmittag noch schrieb, dass zwar Einzelveranstatlungen abgesagt würden, aber die Kurse weiterlaufen sollten, hat nun auch die Seminare vorläufig eingestellt. Die Teilnehmer wurden per Email informiert.

Das Katholische Bildungsforum in Manfort stellt seinen Veranstaltungs- und Kursbetrieb bis zum Ende der Osterferien ein.

City Das Frühlingsfest mit verkaufsoffenem Sonntag am 21. und 22. März findet nicht statt, teilen die Werbegemeinschaft City Leverkusen und Veranstalter Georg Ott mit. „Wie bedauern diese Entscheidung sehr“, betont Frank Schönberger, Vorsitzender der City-Werbegemeinschaft, „konnten aber unter Einbeziehung der aktuellen Rahmenbedingungen im gemeinschaftlichen Interesse leider keine andere Entscheidung treffen.“

OGV Der für Mittwoch, 18. März, geplante Bürgerdialog des Opladener Geschichtsvereins im Forum fällt aus.

Matchboxtheater Die Veranstaltungen bis zum 16. April sind vorerst gestrichen.

Museum Litterale“ Die Veranstaltungen fallen aus. „Ihre Eintrittskarten können Sie natürlich als ,Gutschein’ entweder für eine der nächsten Veranstaltungen, oder auch für ein gutes Buch einlösen“, teilt Buchhändler und Organisator Manfred Gottschalk mit.