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Corona: Leverkusen wil Maskenpflicht einführen

Schutz vor Corona-Infektion : Leverkusen will Maskenpflicht einführen

Die Stadtverwaltung Leverkusen will ihren Bürgern eine Maskenpflicht verordnen. Ab Montag müssen sie in Bussen und Bahnen, Geschäften oder Dienstgebäuden mit Publikumsverkehr Masken, auch selbst genähte, Schals oder Tücher nutzen.

In verschiedenen Bundesländern und NRW-Städten gilt inzwischen die sogenannte „Maskenpflicht“. Vorreiter in NRW ist die Stadt Münster. In NRW sind die Oberbürgermeister im Gespräch mit dem Land, um eine einheitliche „Maskenpflicht“ zu erreichen. „Oberbürgermeister Uwe Richrath ist es dabei wichtig, dass es möglichst eine Lösung in NRW gibt, und die Bürgerinnen und Bürger Leverkusens geschützt sind“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Sollte es keine landeseinheitliche Lösung geben, sind der Krisenstabsleiter der Stadt Leverkusen, Marc Adomat, und Oberbürgermeister Uwe Richrath einig, dass ab Montag, 27. April, eine „Maskenpflicht“ (Schutz von Mund und Nase) eingeführt wird.

Bürger müssen immer dann, wenn eine Dienstleistung in Anspruch genommen oder erbracht wird und der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann, Nase und Mund bedecken. Beispielsweise in Einzelhandelsgeschäften, in der Bank oder im Möbelhaus. Die Maskenpflicht gilt außerdem im öffentlichen Personennahverkehr und in städtischen Dienstgebäuden mit Publikumsverkehr (hier gilt sie bereits seit Anfang April), so etwa im Bürgerbüro, in der Kfz-Zulassungsstelle, im Jobcenter oder dem Sozialamt. Betroffen von der Verpflichtung sind alle Personen ab Vollendung des fünften Lebensjahres.

Auch Schals, Tücher oder selbst genähte Masken können zum eigenen wie auch zum Schutz andrer genutzt werden. „Die zertifizierten Masken können so den Krankenhäusern und Arztpraxen, der Pflege oder dem Rettungsdienst vorbehalten werden“, erläutert Krisenstabsleiter Adomat. „Es geht darum, in Leverkusen das Potential für eine Tröpfchen-Übertragung durch Husten, Niesen und Aussprache zu verringern. Leverkusen trägt damit der Tatsache Rechnung, dass das öffentliche Leben nach der Lockerung wieder zugenommen hat.“

Sollte es keine Vorgaben des Landes NRW geben, werde eine entsprechende Regelung von der Leverkusener Verwaltung veröffentlicht. Oberbürgermeister Richrath und Schuldezernent Adomat appellieren an Bürger und vor allem auch an Schüler, die ab morgen zur Prüfungsvorbereitung in die Schulen zurückkehren, unabhängig von einer Regelung ab sofort in Bus und Bahn einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Schutzmasken gibt es

(bu)