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Corona-Abwehr – Testcontainer in Leverkusen gehen in Betrieb

Am Klinikum : Corona-Abwehr – Testcontainer gehen in Betrieb

Labor Synlab richtet mobile Teststation am Klinikum ein. Zugang nur mit ärztlicher Überweisung. Zwei weitere Corona-Fälle bestätigt. Klinikum stellt auf Notbetrieb um. Polizei erhält Schutzausrüstung. Keine Fahrkarten mehr im Bus.

Zwei weitere Corona-Infektionen sind bestätigt worden. Das meldete am Freitag die Pressestelle der Stadt. Eine 61-jährige Frau hatte sich gemeinsam mit den bereits bestätigten drei Infizierten in Südtirol aufgehalten. Die Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne. Ein 32-jähriger Mann war aus dem Risikogebiet Italien zurückgekehrt. Er hält sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne auf.

In den neu errichteten Untersuchungscontainern am Synlab-Labor auf dem Klinikumgelände hat unterdessen das medizinische Fachpersonal die Arbeit aufgenommen. In den Containern  werden Abstriche von Patienten genommen, die dann unmittelbar im Labor auf das Coronavirus getestet werden.

„Unsere Mitarbeiter tragen Schutzausrüstung mit Anzug, Handschuhen, Gesichtsmaske und Brille als Spritzschutz“, sagt Joachim Kappler. Der Facharzt für Labormedizin bei Synlab betont, dass die Untersuchungen ausschließlich auf ärztliche Zuweisung durch die niedergelassenen Praxen erfolgen. Patienten müssten in jedem Fall erst mit einem niedergelassenen Arzt telefonisch Kontakt aufnehmen und das weitere Vorgehen abstimmen. Der Mediziner müsse  den Patienten einen Laborauftrag („Muster 10 Schein“) zukommen lassen, mit dem der Patient dann in der Proben­entnahmestelle vorstellig werden kann. Nur auf diesem Weg sei ein Coronavirus-Test in den Containern möglich. Testwillige sollten keinesfalls direkt zum Container kommen.

„Wir machen dieses Zusatzangebot, um die niedergelassenen Ärzte zu entlasten“, sagt Götz Kob, Betriebsleiter des Synlab MVZ. In den Arztpraxen mangele es  teilweise an persönlicher Schutzausrüstung, auch befänden sich Mitarbeiter einzelner Praxen bereits in Quarantäne. Weil die Nachfrage nach Corona-Tests erheblich zugenommen habe, habe Synlab seine Analyseplattformen für die Labortests bereits ausgebaut und tue das weiter.

Bei der mobilen Untersuchungsstation auf dem Gelände des Klinikums Leverkusen handelt es sich um Bürocontainer mit desinfizierbaren Oberflächen. Zwei medizinische Mitarbeiter nehmen von 8 bis 16.30 Uhr Proben. Abstriche aus dem Klinikum werden auf den Stationen und in Ambulanzen genommen und sofort und ohne Umweg über den Container ins Synlab-Labor gebracht.

Das Klinikum hat unterdessen angekündigt, ab Montag auf Notfallbetrieb umzustellen. Nicht dringend nötige Operationen werden verschoben.

Polizeipräsident Uwe Jacob hat  vorsorglich den polizeiinternen Krisenstab unter Leitung seiner Stellvertreterin Miriam Brauns aufgerufen und mit den erforderlichen Planungen zu möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie beauftragt. Als Verantwortlicher der größten Polizeibehörde des Landes mit mehr als 5000 Polizisten, Verwaltungsbeamten und Regierungsbeschäftigten sagt Jacob: „Ich möchte, dass wir jetzt alles tun, was in unserer Macht steht, um Infektionsrisiken für eigene Mitarbeiter zu minimieren, die Auswirkungen auf das System Polizei gering zu halten und wie gewohnt für Sicherheit in Köln und Leverkusen zu sorgen. Wir alle können einen Beitrag leisten, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.“ Gerade Risikogruppen seien darauf angewiesen, dass weniger gefährdete Menschen achtsam seien und die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden befolgten. Die Polizei werde wie gewohnt ihre Einsätze wahrnehmen.   Allerdings würden aktuell Präventionsveranstaltungen mit Gruppen, Besucherführungen im Präsidium und  Schülerpraktika bis auf Weiteres nicht mehr möglich sein. Die Polizeiinspektionen erhalten Schutzausstattungen, bestehend aus Atemmasken, medizinischen Schutzhandschuhen, Handdesinfektionsmitteln und Entsorgungsbeuteln, die in Streifenwagen mitgeführt werden.

Wie in anderen Städten auch, wird in Bussen der Wupsi die vordere Tür ab sofort geschlossen bleiben, aus Gründen der Ansteckungsgafahr wird der Ticketverkauf beim Fahre eingestellt. Die Fahrscheinpflicht besteht aber weiterhin. „Fahrscheine können über das HandyTicket, die KundenCenter und die Fahrscheinautomaten der DB an den Bahnhöfen erworben werden“, heißt es in einer Mitteilung.

Die wegen der Corona-Ausbreitung abgesagten Veranstaltungen haben wir extra zusammengefasst.